Lokalsport

Einfachrunde erscheint als einfachste Lösung

Tischtennis Um die unterbrochene Saison zu retten, sollen Mannschaften jeweils nur einmal gegeneinander spielen.

Wann Markus Holzer und die VfL-Cracks wieder aufschlagen können, seht noch nicht fest. Foto: Markus Brändli
Wann Markus Holzer und die VfL-Cracks wieder aufschlagen können, seht noch nicht fest. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Die Tischtennisspieler befinden sich derzeit wie fast alle Sportler im Ruhemodus. Nach dem Lockdown im November soll die Saison aber weitergehen. Die wahrscheinlichste Lösung, um die angefangene Runde zu Ende zu bringen, ist dabei eine Einfachrunde, in der jede Mannschaft in ihrer Liga nur einmal gegen jede andere spielen würde.

Sollte der Spielbetrieb im Dezember wieder aufgenommen werden dürfen, ist sogar eine normale Fortsetzung der Saison mit Hin- und Rückrunde denkbar. Doch die Spieltage dafür werden knapp. „Vor Weihnachten könnten pro Mannschaft im Dezember höchstens zwei, drei Spiele noch gespielt werden“, sagt Thomas Jäger, Ressortleiter Mannschaftssport des Tischtennisbezirks Esslingen.

Zeit für vorbereitendes Training bleibe zudem nicht viel. Der Rest der Vorrunde müsste in den Monat Januar und vielleicht sogar Februar geschoben werden. Direkt anschließend müsste die Rückrunde gespielt werden, die man dann ein wenig verlängern könnte.

Halbfertige Runde droht

Auf die Teams kommt trotzdem ein straffes Programm zu - vor allem wenn man bedenkt, dass es derzeit viele Mannschaften gibt, die bislang erst wenige Spiele absolviert haben. „Bei diesem Modell darf nichts dazwischen kommen“, sagt Thomas Jäger. Bei einem weiteren, auch zeitlich kurzen Lockdown im Frühjahr könne die Saison dann nicht zu Ende gespielt werden und müsste vermutlich abgebrochen werden. „Da hätten wir dann wie vergangene Saison eine halbfertige Runde“, sagt Jäger. Das ist laut Wettspielordnung zwar möglich und die Auf- und Abstiegsregelung auch festgelegt, aber eigentlich nur eine Notlösung.

Wahrscheinlicher ist daher die Variante, die der Verband schon in seiner Pressemitteilung im Oktober in Aussicht gestellt hatte. Die Saison könnte in einer sogenannten „Einfachrunde“ absolviert werden. Die fehlenden Spiele der jetzt unterbrochenen Vorrunde würden dann in der zweiten Hälfte der Saison 2020/21 - also im Zeitrahmen der eigentlichen geplanten Rückrunde - ausgetragen. Auch diese Möglichkeit gibt die Wettspielordnung her. Dabei würde jede Mannschaft nur einmal gegen jede andere spielen. Somit könnte eine Wertung der Saison erfolgen - mit der bekannten Auf- und Abstiegsregelung der laufenden Runde. „Persönlich gefällt mir diese Möglichkeit besser“, sagt Thomas Jäger. „Da haben wir einfach mehr Puffer und Ausweichmöglichkeiten und es ist realistisch, dass wir diese Einfachrunde auch durchbekommen.“

Ein kompletter Abbruch der Runde steht aktuell offenbar nicht im Raum. „Ziel ist es, die Saison auf jeden Fall zu Ende zu spielen“, sagt Thomas Jäger - nur über den Modus muss eben noch entschieden werden. Michael Oehler

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