Lokalsport

Einstand im Rekordtempo

Sportpolitik Die Mitgliederversammlung des Stadtverbandes für Leibesübungen geht unspektakulär über die Bühne.

Stadt- und SfL-Oberhaupt an einem Tisch: Dr. Pascal Bader und Hans-Joachim Brenner in der Stadthalle. Foto: Carsten Riedl
Stadt- und SfL-Oberhaupt an einem Tisch: Dr. Pascal Bader und Hans-Joachim Brenner in der Stadthalle. Foto: Carsten Riedl

Kirchheim. In rekordverdächtigen 73 Minuten hat es Hans-Joachim Brenner ins Ziel geschafft. Der alte und neue Vorsitzende des Stadtverbands für Leibesübungen (SfL), führte straff durch die Mitgliederversammlung. Im Auditorium saßen neben den Abgesandten der Mitgliedsvereine und Schulen auch die Ehrenvorsitzenden Bernhard Schreiner, Siegmund Maier und Hagen Zweifel sowie Vertreter nahezu aller Gemeinderatsfraktionen und die städtischen Amtsträger mit Oberbürgermeis­ter Dr. Pascal Bader an der Spitze.

Das Stadtoberhaupt geizte bei seinem ersten SfL-Auftritt nicht mit einigen persönlichen Anmerkungen, wie es um sein Verhältnis zum Sport bestellt sei. Er „outete“ sich als frühkindliches Eislauftalent, als jugendlichen Rock ’n’ Roll-Tänzer, als aktuellen Volleyball- und Tennisspieler und als vom eigenen Nachwuchs getriebenen Snowboarder. Von den coronabedingten Einschränkungen, so das Kirchheimer Stadtoberhaupt, hätten sich die Sportler nicht klein kriegen lassen und rasch Hygienekonzepte erstellt, die bereits im Mai wieder Sport unter freiem Himmel und im Juni in der Halle ermöglichten. Seit Juli dürfe man auch wieder Kontakt- und Teamsportarten nachgehen oder mit dem Partner das Tanzbein schwingen.

Vorfreude auf Kanzelwandtagung

In den Mittelpunkt seiner künftigen Arbeit für den Sport rückte Bader Sanierungen von Sportplätzen oder Gebäuden, die Zuschussplanung, die enge Zusammenarbeit mit dem SfL und damit auch die Bearbeitung des sogenannten „Zehn-Punkte-Plans“ (wir berichteten). Zusammen mit der Hallenbadplanung, den Hallenbelegungskriterien und der Sportentwicklungsplanung (SEP) werden diese Themen auf der Agenda der „Kanzelwandtagung“ am Wochenende in Riezlern stehen.

Hans-Joachim Brenner setzt ebenfalls auf die Tagung in den Bergen: „Der Geist der Kanzelwand soll eine Renaissance erfahren.“ Derzeit vertrete der SfL die Interessen von 35 Mitgliedsvereinen. Ein Antrag für den neu gegründeten FC Kirchheim, gestellt durch den Vereinsvorsitzenden Deni Kalfic, werde derzeit geprüft.

Die Kassenprüfung und die Entlas­tung von Schatzmeisterin Mathilde Maier nahm mit Richard Gubo (Schützengesellschaft) ein Urgestein des SfL vor. Mit rund 655 Euro verbuchte der gemeinnützige Verein einen Überschuss. Gubo war es auch, der die Entlastungen der restlichen Vorstandsmitglieder sowie die anschließenden Neuwahlen leitete (siehe Info-Kasten). Helge Waider

Neuwahlen ohne Überraschungen

Von Kontinuität waren die turnusgemäß alle drei Jahre anstehenden Neuwahlen beim Stadtverband geprägt. Bis auf den langjährigen SfL-Funktionär Franz Sziebert, der als Beisitzer über viele Jahre hinweg die Sportlerehrung akribisch vorbereitet hatte und nun aus gesundheitlichen Gründen kürzer tritt, wurde der Vorstand komplett wiedergewählt.

Bei den Beisitzern, von denen mindestens sechs aus dem Kreis der Mitgliedsvereine gewählt werden müssen, bestimmten ebenfalls überwiegend bekannte Namen und Gesichter das Geschehen. Am Ende wurden gar zwölf Beisitzer gewählt.

Der neue Vorstand des SfL setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender: Hans-Joachim Brenner (VfL), stellvertretende Vorsitzende: Isabella Thurner (RFV), Schriftführer: Stefan Gölz (Tauchgruppe), Schatzmeisterin: Mathilde Maier (RKV), Technischer Leiter: Helmut Blasi (TSV Ötlingen), Städtischer Vertreter: Marco Wanzke (von der Stadt bestimmt), Beisitzer: Gabriele Adam (TSV Ötlingen), Marc Eisenmann (VfL), Harald Gneiting (TSC), Horst Helfert (SV Nabern), Gabriele Huttenlocher (Stadt), Doris Imrich (VfL), Volker Keuper (Schachclub), Werner Lupke (DAV), Jürgen Schill (Schulen), Torsten Schnittker (DAV), Helga Spieth (TSV Ötlingen), Roland Wohlleben (TSV Jesingen). wai

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