Lokalsport
Eisbären stürmen die Ritter-Festung

Basketball Beim 62:80 gegen Bremerhaven verlieren die Knights erstmals in dieser Saison in der heimischen Sporthalle Stadttmitte. Lightfoot-Verletzung überschattet Abend.

Im vierten Spiel in der Kirchheimer Sporthalle Stadtmitte hatten die vielen Zuschauer auf den vierten Heimsieg der noch jungen Saison gehofft. Dass dies kein leichtes Unterfangen werden würde, war bereits ab der ersten Minute klar. Die Eisbären sprühten vor Energie und übernahmen sofort die Kontrolle über die Partie. Die Kirchheimer hingegen agierten zu zaghaft, ohne Überzeugung und Willen.

Im Aufbau musste Head Coach Igor Perovic kurzfristig auf den erkrankten Besnik Bekteshi verzichten und da auch Kapitän Richie Williams einen seiner sehr seltenen schlechten Tage erwischte, kam kein Rhythmus in der Offensive auf. Folgerichtig dominierte Bremerhaven und lag nach den ersten zehn Minuten mit 28:17 in Führung.

Wer geglaubt hatte, die Dinge würden sich nun verbessern, sah sich getäuscht. In den folgenden acht Minuten verschlimmerte sich die Kirchheimer Situation zusehends und die Schwaben lagen zeitweise mit 20 Punkten in Rückstand. Knapp zwei Minuten vor der Halbzeit ging dann ein Ruck durch die Truppe und man konnte den Rückstand auf 28:41 zur Halbzeit verkürzen.

Im dritten Abschnitt duellierten sich die Teams dann zunächst auf Augenhöhe. Die Defensive prägte das Spielgeschehen und beide Mannschaften hatten Probleme zum Abschluss zu kommen. Im Kampf um den Ball verletzte sich Kirchheims Center Mitch Lightfoot und renkte sich die Schulter aus. Diese wurde in der Kabine wieder eingerenkt und der 25-Jährige anschließend ins Krankenhaus gebracht. Dort wurden zwar keine Frakturen festgestellt, es ist dennoch mit einem langen Ausfall zu rechnen.

Innerhalb der Teckmannschaft löste diese Situation etwas aus. Plötzlich übernahmen die Knights die Spielkontrolle und drehten die Partie auf den Kopf. Angetrieben vom lautstarken Publikum wurde der Rückstand Punkt für Punkt verkürzt und bis auf einen Zähler reduziert. In der Folge gab es dann einige Szenen zu Ungunsten der Ritter, die den weiteren Spielverlauf prägten. Der Rückstand wuchs wieder auf zehn an – die Vorentscheidung.

„Wenn du dich von minus 20 auf minus eins ran kämpfst und dann auf diese Weise plötzlich bei minus zehn stehst, dann ist es fast unmöglich das Ding nochmal zu drehen,“ so Schmidt. Zum Ende hin dominierten die Gäste aus dem Norden das Spiel und sicherten sich die zwei Punkte. „Wir können nicht in jedem Spiel schlecht starten. Das bringt uns in eine enorm schwierige Ausgangsposition. Wir haben auch heute gezeigt, dass wir Spiele drehen können, aber wenn wir unser Leistungspotenzial nur für fünf Minuten abrufen, reicht das einfach nicht aus. Jeder Einzelne muss sich hinterfragen, wie er in ein Spiel geht,“ so Schmidt.

Am kommenden Wochenende geht es für den Rittertross nach Trier. cs