Lokalsport

Eisenhardt gratuliert Dietterle schon mal zum Titel

Fußballszene Die Weilheimer konzentrieren sich nach Pleite in Dorfmerkingen nun auf die Relegation.

Dorfmerkingen. Über das sonnige Härtsfeld pfiff ein eiskalter Wind. Die äußeren Bedingungen passten perfekt zu dem, was nach einer Stunde auf dem Spielfeld in Dorfmerkingen geschah - eiskalt, aus heiterem Himmel, wurde auch der TSV Weilheim erwischt. Zwei Tore innerhalb von 110 Sekunden, und das Gipfeltreffen der Landesliga, Staffel 2, war entschieden. „Das Ding ist gelaufen. Zehn Punkte Rückstand auf Dorfmerkingen sind zu viel“, stellte Chris Eisenhardt nach der 1:2-Niederlage fest. Schnurstracks ging der Weilheimer Trainer auf seinen Kollegen Helmut Dietterle zu und gratulierte schon mal zum Aufstieg: „Er wollte zwar davon nichts hören, aber der erste Platz ist vergeben.“

Die Partie war kein fußballerischer Leckerbissen. Ähnliches hatte der SFD-Trainer schon im Stadionblatt prophezeit: „Ein spielerisch hochqualifiziertes Spiel wird es nicht werden, dazu ist der Rasenplatz noch nicht gut genug. Aber es wird ein Spiel, das kämpferisch alles abverlangen wird.“

Weilheim kämpfte auf Augenhöhe, aber in der wichtigsten Phase war die Elf von der Lindach nicht cool genug. Das Dorfmerkinger 1:0 von Simon Vesel - eine Bogenlampe mit Aufsetzer, dem der Wind noch eine Richtungsänderung gab. Unhaltbar für Weilheims Torwart Ben Brenken.

Was folgte, erinnerte nicht nur den Sportlichen Leiter Günther Friess an das 4:4 kürzlich in Heiningen. Dort folgte der 1:0-Führung ein irregulärer Ausgleich nach Foul an Brenken. Und als einige noch mit dem Schiri haderten, fiel postwendend das 1:2. Auch diesmal waren die Spieler gedanklich noch mit dem unglücklichen Tor beschäftigt, als der gerade eingewechselte Philipp Schiele die Kopflosigkeit der Weilheimer mit dem 2:0 bestrafte. Über 400 Zuschauer bejubelten das 16. Spiel ohne Niederlage. Und in der Luft drehten Sportflieger vom nahen Flugplatz Elchingen ein paar Ehrenrunden.

Eisenhardt richtete nach dem Spiel den Blick schnell nach vorn. „Mund abputzen, weitermachen. Für uns gilt es jetzt, Platz zwei zu verteidigen“, betonte er. Die Relegation ist nun das Ziel. Bis Ostern sollen sechs Punkte her aus den beiden kommenden Spielen. Allerdings: Nächsten Sonntag gegen Blaustein werden die verletzten Daniel Heisig, Georgios Natsis und der gesperrte Domenic Brück weiter fehlen. Erst eine Woche später in Waldstetten sollten alle drei wieder dabei sein.

Dann kann Weilheim zur Viererkette in der Abwehr zurückkehren. Und Ferdi Er als wichtigster Mann neben Brück das Mittelfeld verstärken. Ob er das auch in der nächsten Saison noch tun wird, ist unklar. Er hat Angebote anderer Vereine als Spielertrainer. Grundsätzlich besteht beim TSV Einigkeit, mit dem 36-Jährigen zu verlängern. „Aber vom Verein hat außer Chris noch niemand mit mir gesprochen“, sagt Er. Dazu Eisenhardt: „Ferdi wird sich voll auf die restlichen Spiele konzentrieren und bis Saisonende mit keinem anderen Verein verhandeln. Dann sehen wir weiter.“

Spannende Gespräche stehen bevor, auch mit anderen Spielern. Denn in Weilheim gibt es, wie Friess bestätigt, nur Einjahresverträge. Keiner kann sich sicher sein, ob und zu welchen Bedingungen verlängert wird. Zumal vier oder fünf neue Spieler kommen sollen. Eisenhardt: „Wir wollen den Kader nicht verbreitern, sondern konkurrenzfähiger machen.“

In der Bezirksliga mussten sich beide Teckvereine mit Unentschieden begnügen. Für die SGEH war das 2:2 beim RSK Esslingen eine gefühlte Niederlage. „Denn wir waren drückend überlegen“, ärgerte sich Trainer Dieter Hiller. Viermal klatschte der Ball ans Aluminium, darunter bei einem Elfmeter. Dreimal verfehlten die Stürmer das leere Tor. Zu allem Übel kassierte Torschütze Marco Parrotta in der 90. Minute auch noch die Gelb-Rote, fehlt gegen Neckartailfingen. Immerhin konnte Hiller stolz auf die Mentalität seiner Mannschaft sein: „Sie spielte immer auf Sieg.“

„Gegner war sehr aggressiv“

Das konnte man vom VfL Kirchheim nicht behaupten. Das 1:1 gegen Faurndau - keine spielerische Offenbarung. Abteilungsleiter Oliver Klingler: „Der Gegner war sehr aggressiv, das hat uns nicht gut getan.“Klaus Schlütter

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