Lokalsport

Eisenhardts Bilanz: Vorne hui, hinten pfui

Fußballszene Weilheims Trainer lobt die spielerische Entwicklung des Tabellendritten.

Eingenetzt: André Kriks nach dem  2:1 gegen Neu-Ulm. Foto: Silviani
Eingenetzt: André Kriks nach dem 2:1 gegen Neu-Ulm. Foto: Silviani

Weilheim. Haken drunter. Minimalziel geschafft. Christopher Eisenhardt hat in seiner Erstsaison als Weilheimer Cheftrainer Landesliga-Tabellenplatz drei erreicht. Der TSVW schloss damit die Runde um einen Rang besser ab als zwölf Monate zuvor.

„Spielerisch haben wir uns weiterentwickelt und auch deutlich mehr Tore als in der Vorsaison geschossen, aber in der Defensive einfach zu viele Treffer bekommen“, bilanziert der Coach. In Zahlen: 18 mehr als Meister SF Dorfmerkingen. „Auch dieser Vergleich zeigt, dass Dorfmerkingen völlig verdient Meister geworden ist“, rekapituliert Eisenhardt, „sie hatten jedoch auch das Glück, dass ihre Schlüsselspieler während der Runde nur selten verletzt waren.“

Die SFD sicherten sich am Pfingstsamstag vor 450 Zuschauern per 4:0 gegen den FV 09 Nürtingen nach dem WFV-Pokalsieg nun auch den Verbandsliga-Aufstieg. „Eine Traumsaison“, kommentierte während der ausgelassenen Feierlichkeiten Helmut Dietterle, tags zuvor 66 geworden. Der Ex-VfB-Profi und Dorfmerkinger Meistermacher will in der Verbandsliga auf das jetzige personelle Gerüst plus ausgewählte Verstärkungen setzen.

Vizemeister FC Heiningen (7:0 gegen Weilimdorf) bleibt der Hoffnungsbringer Relegation. Tiefgang dagegen im Eybacher Tal: Der ruhmreiche Sportclub Geislingen ist trotz eines 3:1 über Eislingen - ebenso wie der Gegner - in die Bezirksliga Neckar/Fils abgestiegen. „Einfach nur traurig und leer“ fühle er sich, bekannte Geislingens Trainer Jasko Suvalic nach dem sportlichen Absturz.

Der TSV Blaustein bekommt dagegen sein Endspiel um den Ligaverbleib am 18. Juni in Frickenhausen beim Duell gegen den besten Bezirksliga-Vizemeister.

Stichwort Frickenhausen: Neben dem FCF sowie Germania Bargau und dem TSV Buch steht mit NAFI Stuttgart auch der vierte Landesliga-Direktaufsteiger fest. Per hauchdünnem 1:0 in Obertürkheim gelang dem in Zuffenhausen beheimateten Klub das Titel-Kunststück in der Bezirksliga Stuttgart. Ex-Oberligist SV Bonlanden muss folglich als Tabellenzweiter in die Relegation.

Zum lockeren Saisonausstand wurde der letzte Spieltag in der Bezirksliga Neckar/Fils - alle bedeutenden Entscheidungen waren bereits im Vorfeld gefallen. So konzentrierte sich das Geschehen auf die Frage der Direktaufsteiger: Der TV Neidlingen (A2), TSV Berkheim (A1) und FTSV Kuchen (A3) haben diesbezüglich das Ticket gelöst. Nicht nur Berkheim (1:0 gegen den dadurch entthronten Spitzenreiter TSV Wendlingen), sondern auch der FTSV Kuchen machten es richtig spannend: Das den Aufstieg bringende 4:2 in Eschenbach war eines der denkwürdigen Sorte. Nach einer Stunde hatten die Kuchener noch 0:2 zurückgelegen, ehe sie die für den Titel notwendigen Punkte mit einem atemberaubenden Schlussspurt doch noch einkassierten.Reimund Elbe

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