Lokalsport

Enttäuschendes Finale

Mountainbike: Manuel Fumic verpasst Top Fünf im Weltcup

Nur Platz zwölf im Rennen und nur Rang sechs in der Gesamtwertung – Manuel Fumic musste beim Weltcup-Finale der Mountainbiker im italienische Val di Sole gleich zwei Enttäuschungen wegstecken. Christian Pfäffle vom MTB Teck wurde im U 23-Rennen auch nur 41., war allerdings weniger enttäuscht.

Erklärungsbedarf: Manuel Fumic steht Journalisten im Ziel von Val di Sole Rede und Antwort.Foto: Andreas Dobslaff
Erklärungsbedarf: Manuel Fumic steht Journalisten im Ziel von Val di Sole Rede und Antwort.Foto: Andreas Dobslaff

Val di Sole. Manuel Fumic saß im Ziel am Boden, um ihn herum schwirrten eine Menge Leute, Betreuer, Trainer, Funktionäre und andere Biker. War es mehr die Enttäuschung oder die Erschöpfung, die ihn auf italienischen Boden zwang? Vermutlich beides. Der Kirchheimer hatte gekämpft bis zum Zielstrich, doch es hatte nicht gereicht. „Mein Ziel war, in der Gesamtwertung noch in die Top Fünf zu kommen. Das ist nicht ganz aufgegangen“, so Fumic.

In der Tat, der zwölfte Platz hatte nicht gereicht, um nach Abschluss des sechs Rennen umfassenden Weltcups unter den besten fünf Fahrern zu landen – obwohl sein Konkurrent Mathias Flückiger mit Rückenbeschwerden auch einen schlechten Tag hatte. Zeitweise hatte Fumic den für die Top Fünf nötigen siebten Platz inne, doch seine Verfassung war an diesem Tag nicht gut genug. „Heute war ich nicht auf hundert Prozent, von Anfang an nicht“, bekannte Fumic. Er war schon in der Startphase nicht in der Lage, das Tempo mitzugehen, so wie er es zuvor beim Rennen in Windham noch gekonnt hatte.

Am Donnerstag war er aus der Höhe von Livigno angereist. Der zeitliche Abstand zum Rennen ist nicht optimal, was ihm allerdings vorher klar gewesen war. „Ich habe schon mit meinem Team-Manager darüber gesprochen. Es war eine Fifty-Fifty-Chance“, erklärte Fumic. Es waren die falschen Fünfzig, und so kämpfte der Kirchheimer in einer Fahrergruppe, die bis Platz sieben reichte, und als die zur Position fünf und sechs aufschloss, verlor der 33-Jährige den Anschluss. Als die Gruppe auseinanderflog, schloss Fumic von Platz elf zum schwächer werdenden italienischen Meister Andrea Tiberi und dem Franzosen Hugo Drechou auf, doch dann kamen auch noch Fahrer von hinten, und er büßte in der letzten Runde wieder Positionen ein. 2,38 Minuten Rückstand auf Nino Schurter (1.27,38 Stunden) wurden gemessen. Der Schweizer siegte nach einem engen Duell fünf Sekunden vor Julien Absalon aus Frankreich und 22 Sekunden vor Florian Vogel (Schweiz). Für Schurter war es der 17. Weltcup-Sieg und sein vierter Gesamtsieg.

Für Manuel Fumic blieb nur der sechste Platz, direkt neben dem begehrten Podium. „Für die WM war die Anreise am Donnerstag gut. Ich lasse mich jetzt nicht aus dem Konzept bringen. Für die WM bin ich im Fahrplan“, meinte der deutsche Meister noch. Ob das eine Durchhalteparole war oder einen seriösen Hintergrund hat, wird sich in zwei Wochen bei den Titelkämpfen in Andorra zeigen.

Für den Neuffener Christian Pfäffle lief es ebenfalls nicht nach Wunsch. Schon das Ziel, die Startphase möglichst weit vorne zu überstehen, verpasste der Fahrer des MTB Teck. An sage und schreibe 89. Position kam Pfäffle nach der 2,3 Kilometer langen Startrunde („Da ging alles durcheinander“) an die Zeitmessung. „Ich bin dann gefahren, was ging. Ich habe mich nicht besonders schlecht gefühlt, obwohl ich ein bisschen eine Krankheit gespürt habe“, erklärte Pfäffle. Das Rennen habe er ja bewusst nicht wirklich vorbereitet und auch kein Training auf dem Kurs stand auf dem Programm. Nur zwei Runden am Samstag, mehr nicht. So ging es nur langsam nach vorne, und am Ende war es Platz 41, knapp neun Minuten hinter dem Briten Grant Ferguson, der in 1.18,31 Stunden seinen ersten Weltcup-Sieg feierte.

Der U 23-Weltcup-Gesamtsieg ging an den Franzosen Titouan Carod, der im Val di Sole Zweiter wurde. Christian Pfäffle beendete seine letzte U 23-Weltcup-Saison auf Platz 22.

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