Lokalsport

Erfolg im zweiten Anlauf

Segelfliegen Kirchheimer Piloten erkämpfen sich nach einem wechselhaften Wochenende Platz drei der Bundesliga.

Tilo und Amelie Holighaus im Teamflug mit Dominik Nowak.
Tilo und Amelie Holighaus im Teamflug mit Dominik Nowak.

Kirchheim. Dass sich Geduld und Hartnäckigkeit auszahlen, haben die Kirchheimer Segelflieger im Rahmen der Bundesliga am vergangenen Wochenende bewiesen. Vier Flüge hatte die Fliegergruppe Wolf Hirth in der Wertung, die besten drei davon bescherten immerhin Platz acht in dieser Runde. In der Tabelle liegen die Kirchheimer damit auf Rang drei.

Wie üblich waren am Samstag mehrere Piloten der Fliegergruppe Wolf Hirth in den Himmel über der Schwäbischen Alb gestartet, aber nur Sören Nölke sowie Andreas Wolter und seinem Co-Pilot Felix Fischer gelang eine Wertung für die Bundesliga. Nölke flog in zweieinhalb Stunden 238 Kilometer, Wolter und Fischer schafften immerhin noch 189.

Und das war an diesem wechselhaften Tag eine Top-Leistung. Immer wieder war die Thermik durch lokale Schauer und Gewitter gestört worden, die die Piloten weiträumig umfliegen mussten. Auch beim Ligafliegen gilt der Grundsatz „Safety first“. So kam es, dass sowohl Tilo Holighaus, der mit seiner Tochter Amelie im Doppelsitzer unterwegs war, als auch Domink Nowak, der im Einsitzer zum Ligaflug gestartet war, sich mit den Hilfsmotoren ihrer Flugzeuge zur Hahnweide „zurückretten“ mussten. Am Samstagabend blieb für die Fliegergruppe Wolf Hirth nur eine Platzierung im unteren Mittelfeld.

Am Sonntag standen die Piloten zunächst im Regen. Erst gegen Mittag besserte sich das Wetter und die begehrten Cumuluswolken ploppten am Himmel auf. Um kurz nach 14 Uhr - also zu einem Zeitpunkt, an dem die Streckenflieger normalerweise schon zwei oder drei Stunden unterwegs sind - startete Maximilian Schäfer und absolvierte in gut zweieinhalb Stunden 250 Kilometer. Noch später gingen Dominik Nowak und Tilo Holighaus im Doppelsitzer in die Luft. Erst kurz vor 16 Uhr hob der Arcus ab und erreichte zwischen Balingen und Schwäbisch Hall eine Strecke von 217 Kilometern. Dabei nutzten die Piloten die inzwischen aufgefrischte Brise, um an der Albkante im Hangwind zu fliegen. Auf diese Weise spart man sich das Kreisen in Aufwinden und kann die Höhe auch im Geradeausflug halten. lr

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