Lokalsport

Erfolgsmodell vor Feuertaufe

SGM Wendlingen-Ötlingen schickt zwei Frauenmannschaften ins Rennen

Die Nachwuchsarbeit trägt Früchte: Dank nachhaltiger Jugendarbeit starten die Fußballerinnen der SGM Wendlingen-Ötlingen am Wochenende erstmals mit zwei aktiven Mannschaften in den Spielbetrieb. Mit insgesamt 122 Spielerinnen ist die seit fünf Jahren bestehende Spielgemeinschaft das Aushängeschild des Bezirks in Sachen Frauen- und Mädchenfußball.

Ball und Gegner laufen lassen- wie hier beim Testspiel vor knapp zwei Wochen gegen Weilheim - wollen die Mädels der SGM Wendling
Ball und Gegner laufen lassen- wie hier beim Testspiel vor knapp zwei Wochen gegen Weilheim - wollen die Mädels der SGM Wendlingen-Ötlingen auch in der am Wochenende beginnenden Punktspielsaison. Foto: Markus Brändli

Kirchheim/Wendlingen. Mit 40 Spielerinnen im Frauenbereich kann die SGM Wendlingen-Ötlingen in der neuen Saison zum ersten Mal überhaupt eine zweite Damenmannschaft auf Punktejagd schicken. Die Erwartungshaltung ist vor dem Hintergrund dieser Entwicklung ein Stück weit gewachsen. „Nach Platz vier in der Vorsaison wollen wir dieses Jahr wieder vorne mitspielen“, sagt Martin Bestenlehner, der die erste SGM-Mannschaft in der Regionenliga betreut.

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Der Kader ist gleich geblieben, wird durch vier Spielerinnen aus der eigenen Jugend sowie einen externen Neuzugang verstärkt. Mut macht dem SGM-Trainer auch die Tatsache, dass in der seit 3. August laufenden Vorbereitung trotz vereinzelter Urlaubsausfälle stets über 20 Spielerinnen im Training waren. „Das lässt für die Runde einiges erwarten“, so Bestenlehner, dessen Team in den letzten beiden Testspielen ein 4:4 bei Landesligist TV Jebenhausen erkämpfte, ehe es ein 0:8 gegen Oberligist Karlsruher SC gab.

Die Konkurrenz um einen Vorderplatz in der zwölf Teams starken Regionenliga-Staffel 3 ist für die Mädels aus Ötlingen und Wendlingen groß. Nachdem es keinen Absteiger aus der Landesliga gab, kommen neben der SGM vor allem der Tabellendritte der Vorsaison, die SSG Ulm, sowie die dahinter platzierten TB Ruit, VfB Ellenberg und TSV Deizisau infrage – dieses Quintett lag in der Abschlusstabelle 14/15 innerhalb von gerade mal drei Punkten. Schwer einzuschätzen ist hingegen der TB Neckarhausen, der nach dem Rückzug aus der Oberliga einen Neubeginn in der Regionenliga wagt, wo bislang seine zweite Mannschaft startete. Neu hinzugekommen sind die Aufsteiger FV Sontheim, SGM Blautal/Jungingen II, VfB Reichenbach und VfR Süßen.

Unter den 15 Neuzugängen im Kader der zweiten Mannschaft stammen allein elf aus Reihen der eigenen B-Juniorinnen. Dass die SGMWÖ II in der am Sonntag beginnenden Qualirunde zur Bezirksliga teilnimmt, ist nicht zuletzt der unermüdlichen Arbeit im Nachwuchsbereich zu verdanken, wo mittlerweile alle Jugenden mit zwei Teams antreten können.

Was die neu gegründete zweite aktive Mannschaft reißen kann, ist schwer einzuschätzen. „Da die Hälfte der Mannschaft aus B-Juniorinnen besteht, ist eine Prognose über die Spielstärke schwierig“, weiß der Trainer der SGM-Zweiten, Thomas Wolf.

Auf Bezirksebene wird diese Saison wie schon vor zwei Jahren zunächst eine Qualirunde in zwei Staffeln zu sieben und acht Mannschaften ausgespielt. Die vier jeweils Erstplatzierten treten ab Frühjahr 2016 in der Bezirksliga an, der Rest in der Kreisliga. Gegner der SGM-Zweiten in der Staffel 2 sind unter anderem die SGM Dettingen/Owen sowie die ebenfalls neu gegründete Mannschaft des VfL Kirchheim.