Lokalsport

Erst die Medaillen, dann ein Ziel-Bier

Mudiator-Run Das Jesinger Team „Gerschdaklopfer“ belegt beim Schlamm-Spektakel in Blaustein Platz zehn in der Mannschaftswertung und will 2019 die nächste Herausforderung auf sich nehmen. Von Helge Waider

Die Jesinger Mudiatoren in ihrem Element: Nico Büttner, Dirk Augustin, Alexander Schroeder und Oliver Dudium (von links).Foto: s
Die Jesinger Mudiatoren in ihrem Element: Nico Büttner, Dirk Augustin, Alexander Schroeder und Oliver Dudium (von links).Foto: sportograf.com

Team vollzählig und unverletzt angekommen. Es war die wichtigste Info, welche die vier „Mudiatoren“ Alexander Schroeder, Dirk Augustin, Nico Büttner und Oliver Dudium - allesamt Kicker des TSV Jesingen - am Samstag um kurz nach 13 Uhr per WhatsApp verschickten. Zu diesem Zeitpunkt war das Team „Gerschdaklopfer“ bereits frisch geduscht und ob des Erfolgs beim 4. Mudiator-Run vor den Toren Ulms entsprechend aufgekratzt.

Beim Hindernislauf im Blautal belegten die Jesinger in der Teamwertung mit 2:34:45 Stunden Platz zehn unter zwanzig Mannschaften in der ambitionierten „Herkules“-Klasse. Nur 1,5 Minuten trennten sie am Ende von Rang acht. „Eine coole und gut organisierte Veranstaltung“, schwärmt Oliver Dudium, der aber die Distanz anzweifelte: „Auf unseren zwei Runden sind wir nicht 16 sondern knapp 20 Kilometer gelaufen.“

Möglich macht diese Überprüfung moderne GPS-Technik, mit der der fußballerische Techniker am Start war. Spaß hatten die vier dennoch - und das nicht nur auf der Laufstrecke, sondern vor allem an den Hindernissen. Die hatten es teilweise in sich: vom einfachen Balanceakt auf dem Schwebebalken oder einer Slackline bis hin zum schweißtreibenden Ziehen von Lkw-Reifen, oder dem Überklettern von drei Meter hohen Holzwänden. An anderer Stelle ging es über an Ketten und Seilen hängende Autoreifen bis in die Krone stattlicher Bäume. Der Schlüssel zum Erfolg: Teamarbeit. „Wir haben uns gegenseitig an den Hindernissen geholfen, damit es jeder schafft“, berichtet Nico Büttner. Tatsächlich musste das Team „Gerschdaklopfer“ nur selten in den Liegestütz - als Strafe für nicht gelöste Aufgaben.

Finale mit Platzregen

Das Wetter spielte auf der Ulmer Alb am Wochenende nicht immer mit: Herrschten auf der ersten Runde noch angenehme Temperaturen, so war der zweite Umlauf von Hitze geprägt, und die Läufer waren dankbar für an der Strecke gereichte isotonische Getränke, Bananen und Äpfel. Beim Zieleinlauf ging dann ein Platzregen über den „Mudiatoren“ nieder. Nicht weiter schlimm: Es war der Zeitpunkt, an dem das letzte Hindernis, eine acht Meter hohe, aufblasbare Wasserrutsche genommen werden musste. Die Rutschpartie endete freilich zum Spaß der Zuschauer wieder einmal in einem Schlammloch. Der Lohn der Schinderei: Neben Medaille und Finisher-Shirt wartete auch das Ziel-Bier des Veranstaltungssponsors, einer Brauerei aus dem Ländle. Büttner wagt bereits einen Ausblick: „Wir haben zwar jetzt harte Waden und brennende Füße, trotzdem werden wir im kommenden Jahr die nächste Herausforderung anpacken.“ Die heißt dann möglicherweise „Tough Mudder“ und ist noch eine Klasse härter als der Wettbewerb am Samstag.

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