Lokalsport

Erst schlafmützig, dann hellwach

Volleyball-Regionalliga: Dettinger Frauen drehen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg

Die Dettinger Volleyballerinnen haben es wieder einmal spannend gemacht. Nach einem 0:2-Rückstand im Regionalliga-Heimspiel gegen den VfR Umkirch kämpfte sich das Team von Trainer Roland Hunger ­zurück ins Spiel und gewann den Tiebreak-Satz mit 15:13. Der 3:2-Sieg bewirkte, dass sich der TTV nach drei Spieltagen im sicheren Mittelfeld und der Gegner weiter in Abstiegs­gefahr befindet.

Aktivposten: Clarissa  Preuss bei einer geglückten Netzattacke. Foto: Markus Brändli
Aktivposten: Clarissa Preuss bei einer geglückten Netzattacke. Foto: Markus Brändli

Dettingen. Im Duell gegen den VfR Umkirch sah es zu Beginn alles andere als rosig für das Heimteam aus. Die Dettinger Mannschaft um Clarissa Preuß verschlief die Auftaktphase, agierte in den meisten Situationen viel zu zögerlich und machte es den Gästen leicht, trotz einer langer Anfahrt schnell ins Spiel zu finden. Mit 25:21 und 25:16 gingen die ersten beiden Sätze fast unumkämpft an die Umkirchnerinnen. In der Satzpause, beim 0:2, kam für die TTV-Frauen dann Hilfe von außen: Die Zuschauer intonierten „Tiebreak“-Rufe – eine Aufforderung an die Spielerinnen, endlich aufzuwachen, um sich in eigener Halle nicht abservieren zu lassen.

Trainer Roland Hunger reagierte und beorderte die Stammsechs der Vorsaison aufs Feld. Trotzdem begann der dritte Durchgang stockend. Erst zwei starke Aufschläge von Zuspielerin Sabine Babinger katapultierten die Dettingerinnen zurück ins Spiel. Energisch beförderte sich das Hunger-Team jetzt in einen kleinen Spielrausch. Die Annahme um die starke Tina Frank hielt dem TTV-Angriff jetzt den Rücken frei. Der VfR Umkirch reagierte mit insgesamt drei Auswechslungen und zwei Auszeiten, konnte aber das Dettinger Spiel jetzt nicht mehr entscheidend stören. Der TTV gewann den Satz mit 25:21 und verkürzte auf 1:2. Im vierten Satz das gleiche Spiel: Theresa Kober, vom Außenangriff auf die Diagonalposition gewechselt, bewies ein ums andere Mal Nervenstärke und ließ den gegnerischen Block schier verzweifeln. Gleichzeitig fand der TTV-Block endlich das richtige Timing und brachte den VfR an die Grenzen seiner Möglichkeiten. Erneut gewann der TTV mit 25:21 – der 2:2-Satzausgleich.

Im Tiebreak bewiesen die Gastgeberinnen dieselbe Nervenstärke wie vor zwei Wochen in Friedrichshafen. Die Außenangreiferinnen Clarissa Preuß und Meike Kehle setzten sich ein ums andere Mal gekonnt durch und holten zunächst knappe Führungen für ihr Team heraus. Dann holte Umkirch auf 9:9 auf, wurde danach aber von den beiden Mittelblockerinnen Lisa-Marie Heinrich und Kerstin Schröder förmlich ausgebremst. Der TTV machte die entscheidenden Punkte zum 15:13. Es war ein wichtiger Heimsieg, doch Trainer Hunger erinnerte an die Auftaktschwächen seiner Mannschaft: „Wichtig wäre es, früher zu unserem Rhythmus zu finden. Daran müssen wir arbeiten“, sagte er.

Am kommenden Samstag kommt es für die Dettingerinnen im Gastspiel beim Tabellennachbarn SV Fellbach zum Direktduell der Aufsteiger (13.30 Uhr, Gäuäckerhalle  1 in Fellbach). In der Vorsaison gab es für die Dettingerinnen gegen diesen Gegner beim 0:3 und 2:3 nichts zu erben.kes

TTV Dettingen: Babinger, Beck, Frank, Heinrich, Herdtle, Kehle, Kober, Pinar, Preuß, Schröder, Sokele

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