Lokalsport

Es geht ums nackte Überleben

Fitnessbranche Gerade zum Jahresanfang boomen die Sport-Studios normalerweise. Doch der Lockdown hat nicht nur Neuanmeldungen verhindert, sondern auch Bestandsmitglieder gekostet. Von Sandra Langguth

Tobias Unger und seine Partnerin Melanie Schäfer können es kaum erwarten, ihr Studio wieder für alle öffnen zu dürfen. Foto: Car
Tobias Unger und seine Partnerin Melanie Schäfer können es kaum erwarten, ihr Studio wieder für alle öffnen zu dürfen. Foto: Carsten Riedl

Ein sonniger Tag im Lockdown, es ist ruhig in der Bohnau. Melanie Schäfer lässt einen Cappuccino aus dem Vollautomaten. „So wird die Maschine wenigstens mal benutzt“, sagt die 41-Jährige schulterzuckend. Gemeinsam mit ihrem Partner Tobias Unger hat die Fitnesstrainerin im September das Studio „2020“ eröffnet. Dass nur wenige Wochen später wieder Schluss war, hatte das Paar so nicht kommen sehen. „Wir dachten, dass wir wenigstens unter den geltenden Auflagen weitermachen können“, erzählt der ehemalige ...

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Arbeitgeberverband spricht von rund einer Milliarde Euro Umsatzeinbußen

Rund 10 000 Fitnessstudios mit insgesamt knapp 218 000 Beschäftigten gibt es in Deutschland. Sie machten 2020 laut DSSV, dem Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen, ein Umsatzminus von rund einer Milliarde Euro. Welche weiteren Einbrüche in den kommenden Monaten noch folgen, soll anschließend ebenfalls genauestens evaluiert werden.

Etwa jedes dritte Studio ist im DSSV organisiert. Die Mitgliederzahlen sind 2020 laut Verband um 15 Prozent zurückgegangen.

Die Gefahr einer Infektion während oder nach einem Work-out sei laut Verband äußerst gering. Von den politisch Verantwortlichen zeigt sich Birgit Schwarze, Präsidentin des DSSV, enttäuscht: Studios wurden zum Teil für viel Geld umgebaut und umorganisiert, damit Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können. Trotzdem sind sie seit November geschlossen: „Diese Betriebe können doch Teil der Lösung des Gesundheitsproblems sein. Und trotzdem werden sie bestraft. Wir als Arbeitgeberverband verstehen das nicht.“

Ein Problem liege laut Birgit Schwarze vor allem auch in falschen Vorstellungen der Mitglieder von den Hilfspaketen. „Viele verstehen nicht, warum ihre Beiträge während der Schließzeit wichtig sind. Da herrscht die Meinung, dass es dem Studio doch gut geht, weil es vom Staat unterstützt wird. Dass bislang aber noch gar nichts angekommen ist bei den Betrieben, wissen viele scheinbar überhaupt nicht. Deshalb wollen wir aufklären.“ sl