Lokalsport

„Es weht jetzt ein anderer Wind“

Sarikoc geht beim VfL selbstbewusst ans Werk – Weilheims Hübbe wirbt weiter um Geduld

Nach zwei Spieltagen in der Fußball-Landesliga sind der TSV Weilheim und der VfL Kirchheim noch ohne Erfolgserlebnis. Die Limburgstädter stehen am Sonntag (15 Uhr) beim SC Geislingen vor einer hohen Hürde. Auch für den VfL ist das Heimspiel am morgigen Samstag (15.30 Uhr) gegen den TSV Köngen kein Selbstläufer.

Kirchheim. Seit dem Aufstieg in die Landesliga ist der TSV Weilheim noch nie mit zwei Auftaktniederlagen in eine Saison gestartet. Die Mannschaft hat allerdings auch ein völlig anderes Gesicht als in der vergangenen Runde. Im ersten Spiel gegen den TV Echterdingen standen nur vier Stammspieler aus dem Vorjahr auf dem Platz. „Die Mannschaft muss sich erst noch finden“, bittet Weilheims Trainer Alexander Hübbe um Geduld.

Er fordert vor allem mehr Tempo im Spiel von seinen Jungs: „Wir spielen teilweise noch wie in den Vorbereitungsspielen, das muss sich schleunigst ändern.“ Mit Steffen Kuch, Philipp Hauser und Neuzugang Lennart Zaglauer standen gleich drei Jungtalente in der Anfangsformation. Ihnen hat der Coach nichts vorzuwerfen: „Ich kann nicht erwarten, dass die Jungen schon Führungsaufgaben übernehmen.“ Das gilt nicht für oberligaerfahrene Akteure wie Ferdi Er und Emrah Polat. Beide konnten Hübbe bisher noch nicht überzeugen. Vielleicht kommt am Sonntag im Eybacher Tal Michael Zimmermann zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an zum Einsatz. Der ehemalige Oberligaspieler steckt in Prüfungen, kann deswegen zurzeit nur einmal in der Woche trainieren. Gerade seine Erfahrung könnte beim SC Geislingen Gold wert sein.

Verzichten muss Hübbe weiterhin auf Felix Hummel. Der Torschützenkönig des Teckbotenpokal-Turniers kehrt erst morgen aus dem Urlaub zurück. Auch Yücel Uluköyli ist noch im Urlaub, wohingegen Mike Tausch nach einem Kreuzbandriss die Saison abhaken muss. Dagegen arbeitet Nico Ruggiero nach fast einem Jahr Pause wegen der gleichen Verletzung an seinem Comeback. Bisher absolviert der Mittelfeldspieler allerdings nur Lauftraining. In ein paar Wochen könnte er aber durchaus eine Alternative sein. Mehr Einsatz der Abteilungsleitung hätte sich Hübbe im Fall Michael Schweizer gewünscht. Der vom SC Geislingen zurückgekehrte Mittelfeldspieler ist immer noch nicht spielberechtigt. Die Hoffnung besteht, dass bis zum Spiel am Sonntag bei seinem ehemaligen Verein noch Bewegung in die Sache kommt.

Norbert Krumm, der neue Sportliche Leiter des VfL Kirchheim, wollte trotz des 1:4 gegen den TSV Bad Boll niemandem einen Vorwurf machen. Für ihn war es wichtig, dass die Jungs Disziplin zeigten und bis zum Schluss kämpften. Nun ruhen die Hoffnungen auf den Schultern des neuen Trainers Erol Sarikoc. Nach nur wenigen Trainingseinheiten ist er überzeugt, dass seine Spieler genügend Selbstvertrauen mitbringen: „Es weht jetzt ein anderer Wind, wir müssen die wenigen positiven Dinge aus den letzten beiden Spielen herausziehen.“ Sein Wunsch: ein Heimsieg zum Einstand gegen den TSV Köngen und eine volle Tribüne im Stadion, so wie es schon gegen den TSV Bad Boll der Fall war.

Sarikoc hält beides für machbar: „Ich habe den TSV Köngen in Geis­lingen beobachtet.“ Der Aufsteiger erzielte dort erst in der Nachspielzeit den mehr als glücklichen Ausgleichstreffer. Obwohl sich personell gegenüber der letzten Partie nicht viel ändern wird, geht Sarikoc optimistisch in sein erstes Spiel als VfL-Trainer: „Mit der richtigen Einstellung und einem unbändigen Kampfeswillen bin ich überzeugt, dass wir am Samstag Erfolg haben werden.“

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