Lokalsport

Experten nehmen Eltern in die Pflicht

Breitensport Dass sich knapp 80 Prozent der Kinder in Deutschland zu wenig bewegen, liegt laut einer Studie nicht zuletzt an mangelnden Vorbildern. Von Peter Eidemüller

Immer am Ball: Max (links) und Emil Zeeh sind auch dank ihrer Eltern stets aktiv. Foto: privat

Immer in Bewegung bleiben - für Uli Zeeh aus Dettingen keine abgedroschene Floskel, sondern fester Bestandteil der Erziehung. Der Vater von zwei Söhnen legt gemeinsam mit seiner Frau Meike viel Wert darauf, dass der Nachwuchs aktiv ist. Nicht nur, dass die sieben- und sechsjährigen Jungs im Verein Fußball spielen - im Hause Zeeh wird der Spaß an gemeinsamer Bewegung auch abseits des Rasens großgeschrieben. Und das nicht erst seit Corona „Wir sind draußen aktiv, egal, bei welchem Wetter“, berichtet der 37-Jährige ...

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Bewegung im Alltag muss stärker gefördert werden

Seit dem Jahr 2001 thematisieren Sportwissenschaftler, Pädagogen, Sportmediziner und Sportsoziologen im Auftrag der Krupp-Stiftung den Kinder- und Jugend­sport in Deutschland aus verschiedenen Blickwinkeln. In bislang vier Berichten weisen die Experten auf offene Fragen hin und formulieren Handlungsempfehlungen.

Die Ergebnisse des unlängst veröffentlich­ten vierten Berichts lassen aufhorchen: Demnach bewegen sich 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland weniger als eine Stunde am Tag. Die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert von Heranwachsenden im Alter von fünf bis 17 Jahren 60 Minuten moderate bis intensive körperliche Tätigkeit am Tag - mindestens.

Gründe für den Bewegungsmangel sind laut der Studie neben einem wachsenden Angebot an digitalen Medien und Spielen auch die fehlende Vorbildfunktion der Eltern sowie der zu geringe Stellenwert von Bewegung, Spiel und Sport in der Schule.

Dramatischste Folge dieser Entwicklung ist vor allem Übergewicht, das die Gesundheit so stark zu beeinträchtigen droht, dass die Lebenserwartung sinkt.

Lösungsansätze sehen unter anderem eine stärkere Förderung von Bewegung im Alltag vor, beispielsweise durch den Ausbau sicherer Radwege und Grünflächen, die zum aktiven Bewegen einladen. pet