Lokalsport

Experten nehmen Eltern in die Pflicht

Breitensport Dass sich knapp 80 Prozent der Kinder in Deutschland zu wenig bewegen, liegt laut einer Studie nicht zuletzt an mangelnden Vorbildern. Von Peter Eidemüller

Immer am Ball: Max (links) und Emil Zeeh sind auch dank ihrer Eltern stets aktiv. Foto: privat

Immer in Bewegung bleiben - für Uli Zeeh aus Dettingen keine abgedroschene Floskel, sondern fester Bestandteil der Erziehung. Der Vater von zwei Söhnen legt gemeinsam mit seiner Frau Meike viel Wert darauf, dass der Nachwuchs aktiv ist. Nicht nur, dass die sieben- und sechsjährigen Jungs im Verein Fußball spielen - im Hause Zeeh wird der Spaß an gemeinsamer Bewegung auch abseits des Rasens großgeschrieben. Und das nicht erst seit Corona „Wir sind draußen aktiv, egal, bei welchem Wetter“, berichtet der 37-Jährige ...

vno eenagmsmeni nr,gWdaunnee rineunnogggdJ erod tblsse aestnettleg uistecrssoanrpF im ea.Gtrn umss roStp lsa benieinFlislemra bntote iUl Zhe,e erd dehcjo nma asd asl tlneEr nhtci e,brovlt tplkpa se

'rat,1(tryr'teonoetgkec Sfl- Selcne u,ret ':t"wd{"hi i:0"0e"g3,hth 5,02 nni"om:id"se 0,[03[ ],5]20 :oblie""m 'au seG }lfa ;ne) sied its ielagdnlrs eiern rde ied aniarermednel siebgsEnre, eid edr vetire drn-Kei dnu cdrrenusghoepbittJ utgzae tah. saDs hcsi undr 80 tPoerzn erd niKder udn iuglchnedenJ ni tlaDnuhsedc uz gwein wnee,egb efhürn xeprntEe entru dneeamr hauc uaf geemnlnda lirdVeorb dun uBengewg von diKnner its ewergni enie rFgea dse Wlleosn und dernons rhee enie aegFr edr nehlecrilet grzEheuni ndu lstlet erd Lirete sde resHerseuaegbatm eds rid-enK udn ousrgrs,eithJepcbtnd rsosoPfer hirCtoshp reeBru vno dre oohchplerShtusc st.ef

sodBeenr s atafl its dsei bei nie,lmiFa ni needn edi rnewtongaVutr ürf rgweegunegBhzuenis na lchSue ndu Vreein eecgwihteretri widr - d,voan bo usa flucebmehri ,etgnZmlaie edro sntsnoige ebbtli asd brisEeng ads cigl:ehe olrmPeeb itm dre kroMito dnu nids in,gDe ide ni fnuZutk ehoh noseKt usner ntdshseGsuteyesmi galbut rde cdsnijihtpulgeeo rhcrpeSe rde skDfa,dPS-tnLaairtngo deasAnr eeKnr.n erD rmerKiihhec aratSdtt ssda sihc eedis teaevgin tukninEcwgl vor dem rgtudeHnrni red iCskroenaro cnho g:binsctueelh ffttri es ejttz eid eliinma,F edi ni eebtnegn euonngnhW ebnel, nikene tnaGer bahne ndu auch tchni grwdnioe mi Grnenü ,hnnowe ndnrsoe tteimn in rde isede cielinhtervm stbnneegtcnhiea nheecnsM zu ener,irhce hat edi eennLsrrgedgiau ncha red nteesr arnoeCwloel mi ads gatidiel Atneogb imt - blibe riitl,entsla ibe med nrdeKi zu Husae nuetr edr Anniutegl erein olrfsepnoinsele rehrfLatk pSrto inrbete tis nsegud dnu lihft und sGeit aregde in iZtnee esd siunrvo,roCa in deenn llae uz Hesua beiebnl vseeiwrt red creihrmehKi deattegedUnCoasrgabn-LD larK mirmenaZnm fua ied iestnentIrtee des mmlsinsiutuK.eiurts mI neeghicl guztmeA tbteon re rabe cuah edi nwruVetrnotga erd nElter. drefba leengler mher enwgBeug esd izennenle eKsnid mi hiieFbetezericr iweso ienre Hire ehban treEln eine und neien drak,ciVaobhelrtr hacu mi erchlgiVe zru Stniatoui vro so en .ZmeDamsirmnie gneroudrF nnwtegi vro dem tdrHngeinru dse bis eEdn esd oasntM susneegeztat nspetssroirVe hcno uBeteg.dun vno erd rndgeziitee dinoePiatitsnumea lneols Kendir dnu cJdeguhnlie sich ahuc neistsje sed rVssenioeprst ttboen red dretit hieKihcrmre adaedneotsgLbeatgr,n n-GcsüontrifehrFknae seAandr hw,Szacr red ibeda vro elalm ierllcesewedihgn nmeroF tirbw: edm daR erdo uz rzu euSlch ekmon,m in end sPaune nud am ahNmictgat tnboe nud am ehcdonenWe imt nde Elnrte mi ieernF ugwnertes iesn - all sad sti

bO se iasrllndge cuah guegn ?tis teneErpx ewi sprithCho uBrere im Zegu eds wLtcdkp-oronSos edi ogFlne nchit dfsdattnneteri etegobAn im Verie.n idenfn dnireK Mitoaoin,tv nud gtsa eerurB, sda wdri unn weanegfll oder akrts ise end,n nma ,utecshrv so tgu se hgte rüf Esrtaz uz grnseo - so iew iUl Z.eeh Als tgnuiaJerFnder- der shkahwurkiceccN ebi red GMS DnOwg/ieenttne will er eienns ctnzSlühnieg lehcsnl hielnlagnesen-COl ndu rpe Itneentr itaebn.ne bO re nseie sdiK htnic lrbiee ufa dme anseR ttsat am ?iimldcsBrh emmisttb egedwinir agst er se gbintr aj tsi,chn ebrü edn wncoLodk zu inmfhec.sp asD its unn lma der itergBa, ned jrede etlinse ,smsu imtad mna dsa idewre in fGrif

Bewegung im Alltag muss stärker gefördert werden

Seit dem Jahr 2001 thematisieren Sportwissenschaftler, Pädagogen, Sportmediziner und Sportsoziologen im Auftrag der Krupp-Stiftung den Kinder- und Jugend­sport in Deutschland aus verschiedenen Blickwinkeln. In bislang vier Berichten weisen die Experten auf offene Fragen hin und formulieren Handlungsempfehlungen.

Die Ergebnisse des unlängst veröffentlich­ten vierten Berichts lassen aufhorchen: Demnach bewegen sich 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland weniger als eine Stunde am Tag. Die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert von Heranwachsenden im Alter von fünf bis 17 Jahren 60 Minuten moderate bis intensive körperliche Tätigkeit am Tag - mindestens.

Gründe für den Bewegungsmangel sind laut der Studie neben einem wachsenden Angebot an digitalen Medien und Spielen auch die fehlende Vorbildfunktion der Eltern sowie der zu geringe Stellenwert von Bewegung, Spiel und Sport in der Schule.

Dramatischste Folge dieser Entwicklung ist vor allem Übergewicht, das die Gesundheit so stark zu beeinträchtigen droht, dass die Lebenserwartung sinkt.

Lösungsansätze sehen unter anderem eine stärkere Förderung von Bewegung im Alltag vor, beispielsweise durch den Ausbau sicherer Radwege und Grünflächen, die zum aktiven Bewegen einladen. pet