Lokalsport

Falken-Team rettet Porsche-Bilanz

Wolf Henzler und Kollegen werden Neunte beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring

Nur Platz neun beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Wolf Henzler und Kollegen waren dennoch das beste Porsche-Team auf der Nordschleife.

Konnte am Ende trotz eines enttäuschenden neunten Platzes zufrieden sein: Wolf Henzler und seine Kollegen holten für Porsche bei
Konnte am Ende trotz eines enttäuschenden neunten Platzes zufrieden sein: Wolf Henzler und seine Kollegen holten für Porsche beim Traditionsrennen in der Eifel die Kohlen aus dem Feuer.Foto: Porsche

Nürburgring. Das größte Autorennen der Welt, die „24 Stunden“ auf der 25,3 Kilometer langen Nordschleife des Nürburgrings, wurde seinem Ruf als „Grüne Hölle“ auch diesmal wieder gerecht. 156 Rennwagen mit 567 Fahrern waren in drei Gruppen diesmal am Start. Nachdem Wolf Henzler und das Falken-Team im vergangenen Jahr als Dritte auf dem Podium gelandet waren, wollte man dieses Ergebnis mit dem brandneuen Porsche 911 GT3 R dieses Mal noch übertreffen.

Im Qualifying landeten Henzler und seine drei Fahrerkollegen Martin Ragginger (Österreich), Alexandre Imperatori (China) und Peter Dumbreck (Großbritannien) auf dem 31. Startplatz. In der stark besetzten Klasse SP 9 übernahm Ragginger bei besten Bedingungen in der Eifel den ersten Fahrstint und hielt sich aus gefährlichen Positionskämpfen in der Anfangsphase heraus. „Manche Fahrer meinen, dass so ein 24-Stunden-Rennen bereits in der ersten Runde gewonnen wird“, meinte Wolf Henzler vor dem Start.

Ragginger fuhr solide Rundenzeiten und machte bereits einige Plätze gut, musste wegen eines defekten Reifens jedoch einen außerplanmäßigen Boxenstopp einlegen. Plötzlich machten heftige Regenfälle mit Hagelschauern die Nordschleife an manchen Streckenabschnitten unpassierbar. Die Rennwagen schlitterten reihenweise von der Piste, als sich die Rennleitung entschloss, das Rennen abzubrechen. Gegen 19.20 Uhr ging es nach drei langen Einführungsrunden weiter. Wolf Henzler ließ Slickreifen aufziehen und übergab den Boliden auf dem fünfzehnten Rang nach seinem Doppelstint an Martin Ragginger.

Gegen vier Uhr in der Frühe erhielt das Falken-Team eine Zeitstrafe von 1,32 Minuten wegen Missachtung gelber Flaggen aufgebrummt. Am Mittag übergab Wolf Henzler das Steuer wieder an Martin Ragginger. Beim letzten planmäßigen Boxenstopp eine Stunde vor Rennschluss übernahm dann Peter Dumbreck für die letzte Stunde. Er überquerte als bester Porschepilot an neunter Stelle die Ziellinie. Eine Erkenntnis jedoch blieb: Die Vormachtstellung der Mercedes AMG GT3 anzugreifen, scheint derzeit nicht möglich.

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