Lokalsport

Fataler Einbruch in der zweiten Runde

Mountainbike Manuel Fumic enttäuscht beim Weltcup-Auftakt in Nove Mesto als Zwölfter. Christian Pfäffle und Luca Schwarzbauer weit abgeschlagen. Von Erhard Goller

Quälende zweite Runde: Manuel Fumic hat beim Weltcupstart in ­Nove Mesto zu Beginn überpaced.Foto: Armin M. Küstenbrück
Quälende zweite Runde: Manuel Fumic hat beim Weltcupstart in ­Nove Mesto zu Beginn überpaced. Foto: Armin M. Küstenbrück

Manuel Fumic hat den Weltcup-Auftakt in Nove Mesto (Tschechien) gestern mit einem enttäuschenden zwölften Platz beendet. Der Neuffener Christian Pfäffle wurde 41., während U23-Fahrer Luca Schwarzbauer am Samstag lediglich als 54. die Ziellinie überquerte. Damit verlief der Einstieg in die neue Weltcup-Saison für die drei Biker aus der Region Kirchheim alles andere als glücklich.

Manuel Fumic erlebte einen fürchterlichen Einbruch in der zweiten Runde, der ihn aus den Top Ten bis auf Position 26 zurückwarf. Eineinhalb Minuten Rückstand wurden für den Cannondale Biker nach nur 20 Minuten notiert. Eine Hypothek, die zu groß war, um sich noch in den Kampf um die Podiumsplätze einzumischen. Fumic fand selbst keine Erklärung für den Leistungseinbruch. Vermutlich habe er in Runde zwei „kurz überzogen.“ Mit fatalen Folgen für den Rest des Rennens.

Was folgte, war eine Aufholjagd, die auf Platz zwölf endete. 3:04 Minuten hinter dem Seriensieger Nino Schurter, der 26 Sekunden vor dem Spanier David Valero seinen 21. Weltcup-Erfolg feierte. Da Julien Absalon auf Position drei 1:46 Minuten Differenz hatte, lässt sich ausrechnen, was für Fumic ohne sein Leistungsloch drin gewesen wäre. „Es ging auf einmal wieder. Ich habe mich danach gut gefühlt, doch am Ende haben die Körner gefehlt, um die Gruppe bis Platz sieben noch zu holen“, meinte er. Ein zusätzliches Problem: Auf der Flachpassage im Start-Ziel-Bereich, wo ein starker Wind blies, musste der Kirchheimer an der Spitze ohne Helfer auskommen, während vor ihm zwei Gruppen jeweils zusammenarbeiten konnten. „Ich konnte aber auch nicht warten, ich wollte ja nach vorne“, sagt Fumic, der nun alle Hoffnung auf das zweite Rennen in Albstadt setzt.

Ziemlich genervt war Christian Pfäffle, der als 41. (+6:27) das Ziel erreichte. Der Biker vom MTB Teck hatte schon am Start das Pech, dass er in der Linie hinter dem Schweizer Matthias Stir- nemann fuhr. Der hatte einen Kettenriss und sorgte so dafür, dass alle auf seiner Seite behindert wurden. Dies hatte zur Folge, dass auch Pfäffles Start misslang. Als 58. kam er aus der ersten Runde.

Danach folgte Ähnliches wie bei der WM 2016, als er am gleichen Ort noch bis auf Position 15 vorgefahren war. Das war diesmal zwar nicht drin, doch nach drei Runden war Pfäffle bereits 37. Es lief eigentlich gut, bis Pfäffle einen kleinen Baumstumpf übersah. Der Neuffener stürzte kopfüber, verlor etliche Plätze und sah für die nächste Viertelstunde regelrecht schwarz. In einer Asphaltpassage versuchte er, seinen verbogenen Lenker mithilfe des Fußes wieder gerade zu bekommen und brachte sich dabei erneut zu Fall. Bundestrainer Peter Schaupp schüttelte hinterher den Kopf über die Geschichte. Nach zwei schwachen Runden fing sich Pfäffle wieder und machte noch sechs Positionen gut. Immerhin: An der Form lag es an diesem Tag nicht.

Auch U23-Fahrer Luca Schwarzbauer hatte nicht viel zu seinem Rennen zu sagen. Platz 54, 6:15 Minuten hinter dem Norweger Petter Fagerhaug, das war „indiskutabel“, wie er meinte. Mit Blick auf seine lange Krankheitspause nahm er es mit einem Schulterzucken. „So ist das halt zurzeit. Ich muss weiter arbeiten und ruhig bleiben.“

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