Lokalsport

Favoriten geben sich keine Blöße

Weilheim und SGEH gewinnen Halbfinals

Obwohl in manchen Phasen spannend und ausgeglichen, boten die beiden Halbfinalspiele am Sonntag keine Überraschungen. Mit dem TSV Weilheim (2:0 gegen Nabern) und der SGEH (1:0 gegen Wernau) zogen die jeweils klassenhöheren Teams ins Endspiel ein.

TSV Weilheim – SV Nabern 2:0 (1:0): David gegen Goliath, die Mannen aus der Kreisliga B gegen die Truppe aus der drei Klassen höheren Landesliga. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagte Björn Renz, der für Viktor Oster (Taufe der Tochter) auf der Naberner Trainerbank saß, vor dem Spiel. Entsprechend locker ging der SVN in die Partie und lieferte eine erstaunlich gute Abwehrleistung ab. Natürlich war Weilheim die klar überlegene Mannschaft, gewann mehr Zweikämpfe und hatte klare Torchancen. Aber die Torausbeute war für den großen Aufwand, den der TSV betrieb, zu gering. Das deutlichste Beispiel für die Abschlussschwäche bot Emrah Polat in der 45. Minute: Zehn Zentimeter vor der Torlinie wurde aus seinem Schussversuch ein perfekter Befreiungsschlag für den starken, in diesem Fall bereits geschlagenen Torwart Marcel Geismann. Die Szene erinnerte an den Lapsus von Mario Gomez in einem Länderspiel gegen Österreich bei der EM vor drei Jahren. Besser machten es die Weilheimer mit den Köpfen. Erst nickte Felix Hummel eine Flanke von Polat zum 0:1 ein, dann rammte Ferdi Er einen Pass erneut von Polat zum 0:2 ein. Sekunden vor Schluss wäre Nabern fast noch der Ehrentreffer gelungen, doch der Schuss von Kevin Herbert strich haarscharf über die Latte. Der spielende SV-Abteilungsleiter Michael Dangel: „Wir haben ein gutes und verletzungsfreies Turnier gespielt und sind sehr zufrieden.“ Tore: 1:0 Hummel (13.), 2:0 Er (26.)

SGEH – TSV Wernau 1:0 (1:0): Lange stand das zweite Halbfinale auf der Kippe. Beide Teams agierten vor allem im ersten Spielabschnitt auf Augenhöhe, ein Klassenunterschied war nicht erkennbar. Der SGEH gelang jedoch das Kunststück, aus zwei Chancen einen Treffer zu markieren, der am Ende reichen sollte. Der A-Ligist aus Wernau hatte in Patrick Klein seinen stärksten Akteur, der ein ums andere Mal seine Mitspieler mit brandgefährlichen Pässen versorgte. Steffen Keller zielte in der dritten Minute aus acht Metern nur knapp am Tor vorbei. Kurz vor der Halbzeitpause rauschte ein Kopfball von Marc Piwko nach einem Freistoß von Dominik Stadel nur knapp am Pfosten vorbei. Nach dem Pausensprudel starteten die Wernauer erneut besser in die Partie. Klein passte auf Dominik Stadel. Dessen Knaller aus zehn Metern parierte SGEH-Torhüter Gunnar Hekel freilich bravourös. Danach spielte der Bezirksligist seine ganze Routine aus, erkämpfte sich Chancen durch Patrick Theiss (34.) und Zvonimir Sokcevic (40.) und bestimmte das Spiel mehr und mehr. Der A-Ligist, dessen Torhüter Lukas Zink beide Möglichkeiten vereitelte, gab jedoch nie auf, blieb bis zum Schlusspfiff stets gefährlich und hielt die Partie offen. Tor: 1:0 Kai Lange (25.)


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