Lokalsport

Fehler erkannt, Fehler gebannt

Das Geheimnis um den rätselhaften Zeitsprung im Basketballspiel zwischen den Kirchheim Knights und den White Wings aus Hanau ist gelüftet: Die U16 ist schuld.

Kirchheim. Eine Änderung in den Grundeinstellungen der Anzeigetafel hat am vergangenen Samstag zum mysteriösen Zeitsprung im Zweitligaspiel der Pro A zwischen den Knights und Aufsteiger Hanau geführt. Gegen Ende des ersten Viertels sprang die Digitalanzeige plötzlich um drei Minuten vor. Der erste Spielabschnitt endete dadurch bereits nach sieben statt der regulären zehn Minuten. Gegner Hanau, der das Spiel mit 61:78 verlor, hatte in der Halbzeitpause Protest gegen die Wertung der Partie eingelegt. Die Spielleitung der zweiten Basketball-Bundesliga hat nun zu entscheiden, ob die Begegnung wiederholt werden muss.

Bis gestern war unklar, wie es zu dem Fehler kommen konnte. Jetzt haben Techniker das Geheimnis gelüftet. Am Wochenende vor dem Spiel fand in der Halle ein Turnier der U16-Bezirksliga statt. Weil in der Jugend ein Viertel nur sieben statt zehn Minuten dauert und an diesem Tag mehrere Spiele stattfanden, wurden die Grundeinstellungen der Uhr angepasst. Techniker hatten den Zeitmodus am Samstag zwar wieder auf zehn Minuten geändert, die Grundeinstellungen jedoch blieben gleich. Das versehentliche Drücken der Reset-Taste durch den Zeitnehmer am Kampfgericht, ließ die Uhr um drei Minuten nach vorn springen. Pech für die Knights: Das Ganze geschah 47 Sekunden vor Anbruch der regulären drei Schlussminuten. „Wäre der Bedienfehler innerhalb dieser drei Minuten geschehen, wäre überhaupt nichts passiert, weil dann die Uhr gar nicht reagiert hätte“, sagt Knights-Geschäftsführer Christoph Schmidt.

Die Knights haben inzwischen reagiert: Am dreiköpfigen Kampfgericht wird es künftig eine Chefrolle geben. Einen Hauptverantwortlichen mit entsprechender Erfahrung.

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