Lokalsport

Feintuning für die Ligaspiele

In Weilheim proben TV Bittenfeld und RK Celje Pivovarna heute für den Punktspielauftakt

Am heutigen Mittwochabend findet ab 20 Uhr in der Weilheimer Lindachsporthalle der nächste Handball-Leckerbissen statt: Der slowenische Rekordmeister RK Celje Pivovarna Lasko trifft auf den deutschen Zweitligisten TV Bittenfeld.

Dreieinhalb Wochen nach der Partie Frisch Auf Göppingen gegen die TSG Söflingen (35:21/Spielszene) erlebt die Weilheimer Lindach
Dreieinhalb Wochen nach der Partie Frisch Auf Göppingen gegen die TSG Söflingen (35:21/Spielszene) erlebt die Weilheimer Lindachsporthalle das nächste Handball-Schmankerl. Foto: Deniz Calagan

Weilheim. Beide Mannschaften standen sich bereits am vergangenen Sonntag im Rahmen des Intersport Masters im Sindelfinger Glaspalast gegenüber. In einer umkämpften Partie auf gutem Niveau behielt der TV Bittenfeld mit 27:25 (13:12) knapp die Oberhand. Die Slowenen belegten, nachdem sie das Spiel um Platz fünf gegen RK Zagreb knapp verloren, den sechsten Platz. Die Bittenfelder mussten sich im kleinen Finale den Rhein-Neckar Löwen mit 18:25 geschlagen geben. Für RK Celje gibt es somit heute die Chance zur Revanche. Für beide Mannschaften ist es die Generalprobe für die in rund zwei Wochen beginnenden Auftakt-Pflichtspiele der Saison 2013/14.

Der RK Celje gehört mit seiner über 60 Jahre langen Geschichte zu den Traditionsklubs des ehemaligen Jugoslawien. Nach der Unabhängigkeit Sloweniens entwickelte sich das Team zur stärksten Mannschaft des Balkanstaates. Mit dem Einstieg der örtlichen Brauerei Pivovarna Lasko im Jahr 2000 begann die erfolgreichste Phase der Klubgeschichte, welche im Gewinn der EHF Champions Lea­gue in der Saison 2003/2004 gipfelte. In den vergangenen Spielzeiten musste der slowenische Rekordmeister national wie international der Konkurrenz meist klein beigeben. In dieser Saison will Celje jedoch an alte Erfolge anknüpfen. Zwar verließen mit Alem Toskic (zu Vardar Skopje) und Borut Mackovsek (zu Hannover-Burgdorf) wichtige Stützen das Team, dennoch geben sich die Slowenen zuversichtlich: „Wir haben in der vergangenen Saison schon den THW Kiel und den HSV Hamburg schlagen können. Auch jetzt wollen wir für die eine oder andere Überraschung sorgen“, so Marketing-Chef Miha Pantelic. Die Abgänge sollen durch Neuzugänge aus der vereinseigenen Handballschule kompensiert werden. Diese besitzt einen hervorragenden Ruf: Schon Siarhei Rutenka (heute FC Barcelona) oder Renato Vugrinec durchliefen ihre Ausbildung in Celje.

Gegner TV Bittenfeld verfehlte mit Platz sieben in der vergangenen Zweitligasaison das Saisonziel („oberes Tabellendrittel“). „Es war eine befriedigende Saison, keine wirklich gute“, sagt der mittlerweile vom Interims- zum Cheftrainer des TVB aufgestiegene Jürgen Schweikardt. Der neue Chefcoach ist sich sicher, „dass die neue Saison noch schwieriger wird als die vergangene, weil sich die einteilige zweite Bundesliga noch ausgeglichener präsentieren wird als bislang“. Nach dem Umzug in die Stuttgarter „Scharrena“ liegt weniger Ballast auf dem Verein als im Vorjahr. Als Saisonziel geben die „Wild Boys“ einen Platz im oberen Tabellendrittel an. Dabei vertrauen die Bittenfelder auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit und auf die individuellen Fähigkeiten der ehemaligen Erstligaspieler Lars Friedrich und Michael Schweikardt.

Eintrittskarten für das Spiel heute um 20 Uhr sind in Weilheim im Bistro Dolcetto und der Esso Tankstelle sowie in Kirchheim bei Joe’s Team Sportif und in Owen bei Leo’s Sportsmarketing erhältlich. Die Kartenpreise belaufen sich für Kinder von fünf bis zwölf Jahren auf fünf Euro. Eintrittskarten für Erwachsene kosten zehn Euro, der ermäßigte Preis beträgt acht Euro.pa

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