Lokalsport

Fernduell des Spitzentrios

Kreisliga B6 Ötlingen, Beuren und Dettingen II liegen Kopf an Kopf.

TSVÖ-Trainer Benedetto Savoca will den Titel.Foto: Mirko Lehnen
TSVÖ-Trainer Benedetto Savoca will den Titel.Foto: Mirko Lehnen

Kirchheim. Es entwickelt sich zu einem wahren Hitchcock-Krimi - seit dem 1:1-Patzer des TSV Beuren gegen die SG Reudern/Oberensingen besitzen allerdings die Rübholzkicker die besten Karten bezüglich Meisterschaft und Direktaufstieg. Und sie haben morgen gegen den TSV Jesingen II Heimvorteil. Allerdings ist mit den „Gerstenklopfern“ derzeit nicht zu spaßen. Die Gäste reisen mit dem Selbstbewusstsein von fünf Siegen in Folge nach Ötlingen. „Es gibt jetzt keine einfachen Spiele mehr, wenn Nervosität und Druck steigen. Wir haben jetzt die Chance, einen Meilenstein Richtung Meisterschaft zu machen, und sollten dies nutzen, unser breiter Kader gibt das her“, sagt ein zuversichtlicher TSVÖ-Coach Benedetto Savoca im Vorfeld.

Hauptkonkurrent Beuren hat es schon von der Papierform her ungleich schwerer. Zudem gesellen sich viele Personalprobleme beim schweren Gang in den Eichert morgen zu den heimstarken Notzingern. „Vier Urlauber fehlen, jetzt auch noch Torjäger Oliver Fundanovic, der sich vergangenen Sonntag verletzt hat. Mit solch einer dünnen Personaldecke bist du nicht Favorit“, ist sich Beurens Spielleiter Marcus Schur bewusst. Wenngleich - der Gang nach Notzingen ist nicht gleich dem nach Canossa. Denn die Notzinger verpassten es ihrerseits vorgestern Abend, sich noch mal ans Spitzentrio heranzupirschen. Im direkten Vergleich setzte es in Dettingen durch Martin Klossowskis Goldenes Tor in der 61. Spielminute eine 0:1-Niederlage. Dadurch erhöhen sich die Relegationschancen der SFD II deutlich. Doch jetzt geht‘s für die Kretschmer-Schützlinge nach Owen, das brisante Teckderby steht bevor. „Ein wüster Platz dort in der Au“, weiß SFD-Coach Marc Kretschmer, „doch wir fahren dorthin, um zu gewinnen und schnellstens auf die angestrebten 60 Punkte zu kommen. Außerdem wollen wir auf das Spitzenduo weiterhin Druck ausüben sowie die Teams hinter uns auf Distanz halten“, trägt Kretschmer das neu gewonnene Selbstvertrauen der Teckstädter eindrucksvoll zur Schau.

Auf der anderen Seite will der TSV Owen im Kampf um Platz vier nicht weiter an Boden verlieren. Vorgestern mussten die Mannen um Claus Eberle auf dem Oberen Wasen bereits zwei Zähler unerwartet abgeben. Nick Grimm (63.) konnte die Führung des SV Nabern II durch Mudrik Makame (47.) gerade noch ausgleichen.

Saisonziel: einstellig

Glück hatte vorgestern der TSV Oberlenningen im Kampf um den einstelligen Tabellenplatz als letztes Saisonziel. Im Reuderner Aspach ließen die Gastgeber der SG Reudern/Oberensingen beim 0:0 gegen Oberlenningen eine Fülle an Hochkarätern ungenutzt, die sie nun beim Kellerduell gegen die SGM Neuffen/Linsenhofen besser nutzen sollten. Der TSVO seinerseits könnte am Sonntag mit einem Heimsieg über die arg gebeutelte TG Kirchheim zur SGOH II aufschließen, falls die Spieler von Viktor Oster auf der Nürtinger Schreibere beim KSV Federn ließen.

Trotz der eindeutigen Papierform dürfte die Partie zwischen den Reserven Naberns und Neidlingens ziemlich offen sein.kls

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