Lokalsport

Fliegergruppe kämpft um den Anschluss

Segelfliegen Die Piloten der FG Wolf Hirth liegen nach fünf Wertungstagen auf Platz 24 der Bundesligatabelle.

Über den Wolken mag die Freiheit zwar grenzenlos sein, ist aus Sicht der Kirchheimer Segelflugpiloten bislang jedoch noch nicht
Über den Wolken mag die Freiheit zwar grenzenlos sein, ist aus Sicht der Kirchheimer Segelflugpiloten bislang jedoch noch nicht von Punkterfolgen gekrönt. Foto: Thilo Holighaus

Kirchheim. Unter schwierigen Bedingungen sind die Kirchheimer Segelflieger in die Bundesliga-Saison gestartet. Dem soliden Auftakt, den die Piloten mit Platz zwölf in der ersten von insgesamt 19 Wettbewerbsrunden erflogen, folgten drei Wochenenden geprägt von wechselhaftem Wetter, das kaum Chancen für ganz große Strecken und schnelle Sprints ließ. Runde zwei musste der Verein komplett abschreiben, die Bedingungen ließen einfach keine schnellen Flüge zu. In Runde drei und vier war jeweils nur der Sonntag fliegbar, und auch an diesen Tagen mussten die Hahnweide-Piloten um jeden Punkt kämpfen. Den besten Flug der dritten Runde erwischte Tilo Holighaus, der bis nach Singen flog und insgesamt knapp 239 Kilometer mit einem Schnitt von 95 km/h absolvierte. Stefan Kessler und Peter Kluge konnten zwischen Aalen und Mössingen 170 Kilometer mit einem 69er-Schnitt erfliegen, Nils Pokisch reichte mit 137 Kilometern und 55 km/h den dritten Wertungsflug ein.

Wenngleich die Bedingungen am vergangenen Sonntag besser und die Strecken dementsprechend größer waren, reichte es nur für Rundenplatz 17. Der punktreichste Flug gelang Maximilian Schaefer, der knapp 540 Kilometer bis kurz vor Fulda und wieder zurück flog. 285 Kilometer davon absolvierte er im Zweieinhalb-Stunden-Fenster der Bundesliga-Wertung, was einem Schnitt von 114 Stundenkilometern entsprach. Knapp 380 Kilometer - davon 252 im Zeitfenster und einen 101er-Schnitt - brachte Matthias Luithard nach Hause. Sebastian Nägel machte mit seinem Flug bis in die Nähe von Würzburg das Wertungs-Trio komplett. Von seinen 396 Kilometern entfielen 249 auf das Wertungsfenster, was einem Schnitt von 99 km/h entsprach. In der Gesamtwertung steht die Fliegergruppe jetzt auf Platz 24.

Schäfer fliegt einen „Tausender“

Weit besser lief es Anfang dieser Woche: Das Wetter am Montag, bei dem die Kaltluft eines abziehenden Tiefdruckgebietes in Verbindung mit der starken Sonnenstrahlung für perfekte Bedingungen sorgte, nutzten die Piloten für Top-Flüge von der Hahnweide aus. Mit 1 195 Kilometern gelang Maximilian Schäfer der weiteste Flug in ganz Deutschland. In insgesamt zehneinhalb Stunden steuerte er seinen Ventus 3 zunächst bis in den Schwarzwald, ging hier auf Ostkurs und flog bis etwa 40 Kilometer südlich von Prag und wieder zurück. Und dass auch der Kirchheimer Nachwuchs große Ambitionen hat, bewies Andreas Langohr. Der Jung-Scheininhaber, der erst im vergangenen Jahr seine Segelfluglizenz erhielt, flog bis nach Regensburg und zurück und absolvierte damit knapp 460 Kilometer.Lars Reinhold

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