Lokalsport

„Frickenhausen wird zum Gradmesser“

VfL-Fußballer haben drei Mal hintereinander Heimrecht – Unentschieden ist SGEH-Mindestziel in Plochingen

SGEH und VfL Kirchheim geben Miesepetern aktuell keine Chance. Die beiden Teck-Bezirksligisten wollen am Sonntag weiter fleißig Punkte sammeln.

Ab sofort wieder Seit‘ an Seit‘: Kirchheims Spielertrainer Markus Schweizer (links) und sein „Co“ Frank Posch.Foto: Ralf Just
Ab sofort wieder Seit‘ an Seit‘: Kirchheims Spielertrainer Markus Schweizer (links) und sein „Co“ Frank Posch.Foto: Ralf Just

Kirchheim. Wer als Aufsteiger mit einem 3:3 und anschließendem 9:0 in die Runde eintritt, darf sich in der Regel glücklich schätzen. Nicht anders ist es beim VfL Kirchheim. „Diese vier Punkte haben ersten Druck von der Mannschaft genommen“, versichert Co-Trainer Frank Posch, der in dieser Woche für den urlaubenden Chefcoach Markus Schweizer (kehrt morgen zurück) erneut die (Trainings-)Regie an der Jesinger Allee führt. Nervositätsanfälle dürfen sich die VfL-Mannen angesichts des nächsten Gegners definitiv nicht leisten. Der FC Frickenhausen rückt an.

Nicht nur Erinnerungen an gemeinsame Verbandsligaduelle werden wach, sondern auch an das letzte FCF-Resultat. Das beeindruckende 4:1 über den Titelfavoriten SGM T/T Göppingen am vergangenen Sonntag hat offensichtlich auch unter der Teck Eindruck gemacht. „Frickenhausen wird für unser Team ein Gradmesser“, folgert Posch. Förderlich für die intensive Aufgabe ist, dass der VfL gestern im Bezirkspokal durch den überraschenden Verzicht des personalgeschwächten A-Ligisten SC Altbach im Energiesparmodus fahren konnte. VfL-Abteilungsleiter Oliver Klingler, derzeit in der Toscana urlaubend, schickt derweil aufmunternde Worte an sein Team. „Ich bin sehr zufrieden mit der bisherigen Leistung“, urteilt der an den Spieltagen über Handy und Internet mitfiebernde Funktionär.

Für eine weitere besondere Note sorgt am Sonntag die Tatsache, dass das VfL-Heimspiel Auftakt von dreien in Serie ist. Grund: Der TSV Obere Fils bat jüngst um einen Tausch des Spiels am kommenden Donnerstag, 1. September, weil die neue Flutlichtanlage nicht rechtzeitig fertig geworden sei. „Es ist ungewöhnlich, dreimal binnen sieben Tagen daheim zu spielen“, sagt Posch, „doch wir nehmen es, wie es kommt.“ Den Abschluss der englischen Woche bildet das Match gegen den TV Nellingen.

Ein noch ansehnlicheres Punktepolster hat sich die SGEH aus den ersten Spielen verschafft. „Es gibt meinerseits keinerlei Kritikpunkte“, zwischenbilanziert der neue SGEH-Kommandogeber Dieter Hiller nach sechs Punkten aus zwei Begegnungen. Besonders „das funktionierende Kollektiv“ habe es ihm angetan. Für die kommende Aufgabe beim Aufsteiger FV Plochingen könnte sich Hiller allerdings mit einem Remis anfreunden, weil der FVP „eine robuste, sehr körperbetont spielende Mannschaft“ sei, die auch in der Offensive „ihre Qualitäten“ habe. Der SGEH-Trainer: „Ein Zähler ist jedoch immer mein Mindestanspruch bei Auswärtspartien.“

Im Tor der Sportgemeinschaft erfolgt ein Wechsel. Der vom TV Unterboihingen auf die Alb gewechselte Youngster Steven Klotz feiert seine Bezirksliga-Premiere. Kevin Kammerer, in den ersten Spielen Schlussmann, verabschiedet sich in die Ferien. Kein Problem für Hiller („ich vertraue beiden Torhütern“). Zu einem Verwandtschaftstreffen wird es übrigens auf dem Pfostenberg nicht kommen. Hillers Cousin und FVP-Aufstiegsheld Christian Mirbauer wechselte vor der Runde als Trainer zum Bezirksliga-Absteiger TSV Berkheim. Unterdessen ist noch unklar, wer am Sonntag mit Kapitänsbinde auf SGEH-Seite einläuft. „Alle meine Stellvertreter sind entweder im Urlaub oder verletzt, wie ich selbst“, merkt der eigentliche Leader, Marc Weger, an. Dessen schmerzhafte Blessur im Hüftbereich lässt noch keine Prognose über ein Comeback zu.

Da die Urlauber Dennis Oswald und Marcel Gutbrod als Kapitän-Nachrücker definitiv ausfallen und der angeschlagene Florian Lenuzza ein Wackelkandidat ist, erscheint denkbar, dass Weger-Bruder Dennis die Aufgabe in Plochingen übernimmt. „Er ist der vierte Stellvertreter“, betont Marc Weger. Auch die Hierarchien im SGEH-Kollektiv sind offenbar ebenso bestens geregelt.

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