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Lokalsport

Frisch geboostert ins letzte Gefecht

Basketball Nach dem Sieg über Bremerhaven erwarten die Kirchheim Knights am morgigen Samstag im letzten Heimspiel des Jahres den amtierenden Vizemeister aus Leverkusen in der Sporthalle Stadtmitte.

Rohndell Goodwin und die Knights wollen sich mit einem Sieg vom Kirchheimer Publikum in die Weihnachtspause verabschieden.Foto: Tanja Spindler

Am morgigen Samstag kommt es für die Zweitligabasketballer der Kirchheim Knights zu einem weiteren Duell mit einem Tabellennachbarn. Gegen den Tabellenfünften aus Leverkusen, immerhin amtierender Vizemeister, wollen die viertplatzierten Ritter im letzten Heimspiel des Jahres ab 19 Uhr den neunten Saisonsieg einfahren.

Schwer genug wirds, liegt hinter den Kirchheimern doch eine ungewöhnliche Woche. Nach dem Erfolg gegen Bremerhaven warf Corona mal wieder lange Schatten. Neben der 24-Stunden-Impfaktion, an der die Knights im Rahmen einer Kampagne des Profisports in Baden-Württemberg teilnahmen, hatten die Ritter selbst mit den Auswirkungen der Impfung zu kämpfen. Bei einigen Spielern war die Boosterimpfung überfällig, weswegen sich die Betroffenen gemeinsam mit der sportlichen Leitung entschieden, noch vor der kurzen Weihnachtspause die Impfung zu verabreichen. Klar war, dass danach nur eingeschränktes Training möglich war. „Keine optimale Voraussetzung, aber in Anbetracht der Bedeutung der Pandemie für uns alternativlos“, findet auch Geschäftsführer und Sportchef Chris Schmidt.

So galt es für Trainer Igor Perovic unter der Woche, die richtige Balance zwischen Belastung und aktiver Erholung zu finden, um an den begeisternden Sieg vergangenen Samstag gegen Bremerhaven anzuknüpfen und gegen Leverkusen einen weiteren vorweihnachtlicher Coup zu landen.

Die Gäste von Headcoach Hansi Gnad zählen auch in diesem Jahr zu einem der besten Teams der Liga. Der ehemalige Nationalspieler kann auf einen tiefen und ausgeglichenen Kader zurückgreifen. Fast schon traditionell liegt die Leverkusener Stärke allerdings auf dem heimischen Court, in der Fremde konnten die Giants erst zweimal erfolgreich nach Hause reisen. In den vergangenen Wochen hatte das Team darüber hinaus mit einer Erkältungswelle zu kämpfen. So lässt sich auch die knappe 92:99-Heimniederlage zuletzt gegen Hagen erklären. Leverkusen ist vor allem offensiv ein starkes Team. Mit durchschnittlich 93,8 Punkten pro Spiel erzielen die Giants ligaweit die zweitmeisten Punkte. Dabei scoren ganze sechs Spieler im Schnitt zweistellig. Derzeitige Topspieler sind die Guards Quentin Goodin (15 Punkte pro Spiel) und Luis Figge (13,3) sowie der Power Forward JJ Mann (12,8). Kein Wunder also, dass Knights-Coach Perovic warnt: „Wir müssen insbesondere ihre Dreipunktewürfe stoppen und die Rebounds kontrollieren. Das geht nur, wenn wir wieder physisch und sehr diszipliniert spielen.“

Fans sind am Samstag in der Sporthalle Stadtmitte unter Beachtung der 2-G-plus-Regel erlaubt. Fans, deren Impfung oder Genesung weniger als sechs Monate zurückliegt, müssen keinen zusätzlichen Test vorweisen. Alle Dauerkarten haben ihre Gültigkeit, dazu gibt es ein begrenztes Kontingent an Einzeltickets, auch an der Abendkasse. „Wir freuen uns auf einen heißen Tanz auf dem Parkett und begeisterte Fans auf den Rängen, die mit maximaler Sicherheit ein Basketballfest feiern können“, freut sich auch die Geschäftsführerin Bettina Schmauder auf das Spiel. bs

Alle Regelungen sind stets aktuell zusammengefasst unter
www.kirchheim-knights.de

„Pannen-Tafel“ bald Geschichte

Das Thema nervt alle Beteiligten seit Langem. Jetzt ist zum ersten Mal das Ende einer anhaltenden Pannenserie in Sicht: Die Sporthalle Stadtmitte soll im Sommer mit einer neuen digitalen Anzeigetafel ausgestattet werden. Das hat die Stadtverwaltung bestätigt. Die Technik, die noch zur Erstausstattung zählt und mit 21 Jahren so alt ist wie die Halle, die im September 2000 in Betrieb ging, funktioniert seit Jahren nicht mehr störungsfrei. Ausfälle sorgen bei Heimspielen der Knights immer wieder für Spielverzögerungen oder Unterbrechungen.
Vergangenen Samstag war es dem Technikteam nur mit Mühe gelungen, die Anlage, für die es kaum noch Ersatzteile gibt, bis zum Beginn des Heimspiels gegen Bremerhaven startklar zu bekommen. Von den Verantwortlichen der 2. Basketball-Bundesliga werden solche technischen Pannen inzwischen mit Geldstrafen sanktioniert. bk

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