Lokalsport

Frust gegen Lustnau, Lust gegen Wernau

Turnen Zu Beginn der Wettkampfsaison muss sich die Oberliga-Mannschaft des VfL Kirchheim knapp geschlagen geben. Besser macht es die Bezirksliga-Truppe mit einem Sieg.

An den Ringen lief es für Waldemar Guilliard und die VfL-Oberligaturner noch gut, am Ende setzte es eine Niederlage. Foto: Heiko
An den Ringen lief es für Waldemar Guilliard und die VfL-Oberligaturner noch gut, am Ende setzte es eine Niederlage. Foto: Heiko Paul

Im ersten Saisonwettkampf der Oberliga hat der VfL Kirchheim eine knappe Niederlage gegen den TSV Lustnau hinnehmen müssen. Am Ende eines hochklassigen Wettkampfs in der Kirchheimer Raunersporthalle hatte das Lustnauer Team vier Score-Punkte mehr erturnt und entschied den Wettkampf mit 38:34 Punkten für sich.

Bereits beim Bodenturnen war klar, dass sich hier zwei Oberliga-Topteams gegenüberstanden. Die Turner zeigten fast alle Doppelsalti und -schrauben, allerdings hatten die Kirchheimer Schwächen in der Ausführung, sodass der TSV Lustnau mit 9:1 Punkten nach dem ersten Gerätedurchgang in Führung ging. Am Pauschenpferd, dem Kirchheimer Paradegerät, konterte der VfL. Henning Weise, Manuel Halbisch und Manuel Hofmann gewannen ihre Duelle deutlich und holten zusammen elf Score-Punkte, lediglich Arne Halbisch, der Jüngste im Kirchheimer Team, der im Kunstturnforum in Stuttgart trainiert, stürzte bei seinem schwierigen Abgang und musste sich gegen einen starken Turner aus Lustnau geschlagen geben.

Auch an den Ringen setzte sich der VfL deutlich durch. Insbesondere Waldemar Guilliard und Henning Weise zeigten starke Übungen, zudem setzte sich Eric Bay deutlich gegen seinen Gegner durch. Somit führte der VfL mit 23:15 Punkten zur Halbzeit.

Doch der TSV Lustnau kam mit Schwung aus der Halbzeitpause zurück. Mit 4:12 und 3:8 Punkten mussten sich die Kirchheimer am Sprung und Barren geschlagen geben und kamen am letzten Gerät unter Zugzwang. Zwar zeigten alle Kirchheimer, insbesondere Ben-jamin Leitner und Arne Halbisch, gute Übungen, doch der TSV Lustnau hatte immer eine passende Antwort parat, sodass das VfL-Team nur zwei Score-Punkte aufholen konnte und am Ende des spannenden Wettkampfes das Nachsehen hatte.

Die Kirchheimer Bezirksligamannschaft gewann hingegen ihren ersten Saisonwettkampf gegen den TSV Wernau klar mit 279,75:270,90 Punkten.

Gleich am Startgerät Sprung zeigten die VfL-Nachwuchsturner mit gehockten Tsukaharas allesamt schwierigere Sprünge als in der vergangenen Saison und konnten damit mit knapp drei Punkten in Führung gehen. Domenico Digel und Noah Braitsch erzielten hier mit je 12,15 Punkten die Höchstwertung. Ähnlich stark präsentierte sich das Kirchheimer Team am Barren: Hier sorgten unter anderem Markus Neher (12,15) und Andre Belz (11,6) für einen weiteren Ausbau der Führung. Am Reck turnten beide Mannschaften fast gleichauf.

Georg Burghart, der Oldie in Reihen der Wernauer, spielte bei einer beeindruckenden Übung seine ganze Eleganz und Erfahrung aus (11,75), während auf Kirchheimer Seite Domenico Digel für das beste Ergebnis sorgte (11,35). Am Boden sprang Nikolai Burjak für den verletzten Luca Schall ein und fuhr ein gutes Ergebnis ein (11,05). Wiederum war es Domenico Digel, der mit einer sprunggewaltigen und akrobatischen Übung für die Höchstwertung an diesem Gerät sorgte (13,65). Der Vorsprung auf Wernau konnte so auf fast neun Punkte ausgebaut werden.

Am Pauschenpferd jedoch wendete sich das Blatt vorübergehend: Gleich drei Kirchheimer mussten teils mehrfach vom Gerät. Die unvermeidbare Folge waren niedrige Wertungen von deutlich unter zehn Punkten. So ging das Gerät mit über vier Punkten an den TSV Wernau. Davon ließen sich die Gastgeber aber nicht demotivieren: An den Ringen zeigten sie sich wieder in gewohnt starker Form, und Hagen Fellmann demonstrierte mit einer kraftbetonten Übung und der Höchstwertung von 11,55 Punkten, dass sich das Krafttraining der vergangenen Wochen gelohnt hat.mp

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