Lokalsport

Fünfter Sieg trotz vieler Schwächen

Basketball Der VfL tritt beim 86:71 in Heidelberg drei Viertel lang zu nachlässig auf, verteidigt aber seine weiße Weste.

Heidelberg. 35 Minuten war das Auswärtsspiel des VfL Kirchheim bei der SG Heidelberg/Kirchheim ausgeglichen. Dann zündeten Kirchheims Regionalliga-Basketballer um Topscorer Niclas Sperber den Turbo und gewannen auch das fünfte Spiel in dieser Saison mit 86:71.

Aus Kirchheimer Sicht begann das Gastspiel in Heidelberg durchwachsen. Ohne ihren Aufbauspieler Justin Hedley, der parallel bei den Kirchheim Knights in der Pro A in Nürnberg im Einsatz war, und ohne Tim Auerbach, Eren Sengül (beide im Einsatz bei der zweiten Mannschaft) sowie Max Hinitschew (krank) geriet die Mannschaft des VfL schnell mit 14:9 ins Hintertreffen. In der Defensive waren die Spieler von Trainer Felix Jung zu nachlässig. In der Offensive fanden freie, gut herausgespielte Würfe nicht wie gewohnt ihr Ziel. Die ersten zehn Minuten endeten mit einem 22:24-Rückstand für den Tabellenführer.

Zu Beginn des zweiten Viertels sahen die Zuschauer das gleiche Bild. Kapitän Skhelzen Bekteshi brachte den VfL beim 33:31 zum ersten Mal in Führung. Ein 8:2-Lauf, in dem Guard Chris Pichl sechs Punkte erzielte, beendete die erste Halbzeit, und die Teams gingen beim Stand von 43:39 für den VfL in die Kabinen.

Die schwache Kirchheimer Defensive zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel. Die Spieler verteidigten 20 Sekunden gut, um dann den letzten entscheidenden Pass zuzulassen. Bedanken konnte sich der VfL in dieser Phase bei Topscorer Niclas Sperber. Er sorgte dafür, dass sein Team weiterhin knapp die Führung behaupten konnte.

Beim Stand von 61:57 ging es in die letzten zehn Minuten. Beim 66:62 ging endlich ein Ruck durch die Mannschaft. Durch etliche Ballgewinne in der Defensive baute der VfL den Vorsprung Punkt für Punkt aus. Highlight der Partie war ein grandioser Alley-Oop Dunking von Forward Sperber, der damit dem Spiel den Deckel aufsetzte. „Ich denke, wir haben heute zwei Sachen gelernt. Wir müssen die vollen 24 Sekunden verteidigen, und wir können Spiele nur gewinnen, wenn wir als Team zusammenarbeiten“, meinte VfL-Coach Felix Jung hinterher. Im nächsten Heimspiel erwartet der VfL am Sonntag (17.30 Uhr) den ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellenzweiten aus Crailsheim. cp

Spielstenogramm

VfL Kirchheim: Bekteshi (15 Punkte, 1 Dreier), Habtemichael (9, 1), Köppl (5), Malpede (13), Oppermann, Pichl (14, 1), Simpson, Sperber (27, 4), Strickland (3, 1)

Viertelergebnisse: 22:24, 21:15, 18:18, 25:14

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