Lokalsport

Fumic fühlt sich fit fürs Finale

Mountainbike Manuel Fumic bekommt seine Rückenprobleme in den Griff. Für Pfäffle geht es um das WM-Ticket.

Manuel Fumic
Manuel Fumic

La Bresse. Manuel Fumic meldet sich vom Beginn einer Trainingseinheit gut gelaunt - und ein Stück erleichtert. Er kann beim Weltcup-Finale in La Bresse starten. Nach dem Ausscheiden bei der EM in Glasgow und dem Verzicht auf den Weltcup in Kanada konsultierte er in München einen Rückenspezialisten, der die Ursache für die Schmerzen ausfindig machte. „Eigentlich kommt’s vom linken Bein, aber letztlich hat es mit einer Verschiebung des Beckens zu tun, die auf den Ischias-Nerv wirkt“, erläutert Fumic zusammengefasst. Das war mit Physiotherapie zumindest so zu korrigieren, dass er für das Weltcup-Finale am Freitag (18.15 Uhr) und am Sonntag (14.50 Uhr) in La Bresse wieder hergestellt ist.

Die Reise in die Vogesen verbindet Fumic trotzdem nicht mit allzu großen Erwartungen. Einen echten Vergleich hat er schon seit Wochen nicht mehr. Und optimales Training hätte in den vergangenen beiden Wochen sicher auch anders ausgesehen. Aber vielleicht kann er Punkte für die Teamwertung beisteuern, in der Cannondale vor dem Finale vor BMC führt.

„Ich brauche das Rennen, weil es mein letztes vor der WM in Lenzerheide sein wird und ich sehen will, wo ich stehe“, benennt Fumic seine Motivation. Allerdings sieht der Radprofi durchaus auch die Notwendigkeit, der Verletzungsserie grundsätzlicher auf den Grund zu gehen, und nicht nur nach dem Motto: „Spachtel drauf und neu lackiert“.

Pfäffle ist verunsichert

Christian Pfäffle wäre froh, wenn er sich mit Spachtelmasse behelfen könnte. Seit Monaten rätselt der Neuffener, warum die eigentlich vorhandene Fitness im Wettkampf nicht zu einem vernünftigen Ergebnis führt. Für La Bresse hofft er auf den Trainingseffekt aus dem Rothaus Bike Giro. „Ich muss regenerieren und hoffen, dass es anschlägt“, sagt Pfäffle - es klingt fast nach Durchhalte-Parole. Dabei geht es für den Stevens-Fahrer um die WM-Teilnahme. Er braucht ein Ergebnis, plus/minus Platz 40, um in Lenzerheide dabei sein zu dürfen.

Die WM-Fahrkarte hat U23-Fahrer Luca Schwarzbauer bereits sicher, und nach dem Verlauf der vier Tage beim Bike Giro wirkt der Reuderner auch ganz zuversichtlich. Der Lexware-Fahrer blickt zurück auf 2017, als er eine Woche nach der Schwarzwald-Etappenfahrt in Basel sein bestes Saisonrennen gefahren ist. „Die vier Tage waren für mich nicht so hart wie letztes Jahr. Mit der ausreichenden Erholung müsste es klappen“, sagt Schwarzbauer. „Aber ich will nicht mit zu hohen Erwartungen ins Rennen gehen, sondern mich herantasten.“ Seine bis dato beste Weltcup-Platzierung in diesem Jahr war ein 20. Platz zum Auftakt in Stellenbosch. Erhard Goller

Anzeige