Lokalsport

Fumic legt den besten Saisonstart seiner Karriere hin

Mountainbike Der Kirchheimer Profi gewinnt mit Henrique Avancini die viertägige Südafrika-Rundfahrt.

Ceres. Mit dem Gesamtsieg beim viertägigen Tankwa-Trek-Etappenrennen in Südafrika ist Mountainbikeprofi Manuel Fumic (im Bild rechts) aus Kirchheim mit seinem brasilianischen Partner Henrique Avancini der Einstieg in die Saison 2019 gelungen. Mit einem Sieg ist der 36-Jährige in seiner ganzen Karriere noch nie in eine Saison gestartet. Voriges Jahr hatte er wegen Rückenbeschwerden das Tankwa Trek nach dem ersten Tag aufgeben müssen.

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Nach Etappensiegen am Donnerstag und am Freitag geriet der Gesamterfolg am Samstag in Gefahr. Manuel Fumic hatte an einem insgesamt 20 Kilometer langen Anstieg Mühe und konnte dem Tempo der beiden Südafrikaner Matthys Beukes und Philipp Buys und dem von Simon Stiebjahn/Urs Huber nicht folgen. Der Anstieg endete im gefürchteten „Merino Monster“, einem offenen, windanfälligen und immer steiler werdenden Anstieg. Da er nach dem letzten Trainingscamp in der Heimat krank geworden war und auf intensive Einheiten hatte verzichten müssen, war Tempo am Berg nicht möglich. Mit über drei Minuten Verspätung kamen Fumic und Avancini an der Bergwertung an. Im folgenden Downhill spielte der Kirchheimer seine Qualitäten aus, sodass fünf Kilometer vor dem Ziel nur noch 2,20 Minuten Rückstand gemessen wurden.

Die Ziellinie in Ceres passierten Fumic und Avancini zu eigenem Erstaunen als Erste - die beiden führenden Teams hatten eine falsche Abzweigung genommen. Das vergrößerte die Führung im Gesamtklassement noch mal, sodass der deutsche und der brasilianische Meister das Geschehen auf den letzten 89 Kilometern nur noch kontrollieren mussten.

Huber und Stiebjahn attackierten eine halbe Stunde vor dem Ziel und holten den entgangenen Etappensieg nach. Der Schweizer und sein Partner aus Titisee-Neustadt erreichten elf Sekunden vor Fumic/Avancini das Ziel, doch die freuten sich über den Gesamterfolg vor den französisch-englischen Teamkollegen Maxime Marotte und Cameron Orr.

Und Fumic freute sich besonders auch über 120 Weltranglistenpunkte. „Die sind wichtig, auch für die Nationenwertung. Ich habe dieses Rennen gebraucht, aber ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg“, bilanzierte Fumic die vier Tage.Erhard Goller