Lokalsport

Fumic leistet sich zu viele Fehler

Platz neun beim Weltcup-Auftakt in Nove Mesto enttäuschend für Kirchheims Mountainbiker

Der geplante Angriff aufs Weltcup-Podium ist gescheitert. Manuel Fumic kam im Mountainbike-Auftaktrennen am Sonntag im tschechischen Nove Mesto nicht über Rang neun hinaus. Christian Pfäffle vom MTB Teck landete im U23-Rennen auf Platz 19.

Jede Sekunde volle Konzentration: Der technisch schwierige Weltcup-Kurs im tschechischen Nove Mesto verzeiht keine Fehler. Manue
Jede Sekunde volle Konzentration: Der technisch schwierige Weltcup-Kurs im tschechischen Nove Mesto verzeiht keine Fehler. Manue Fumic unterliefen am Sonntag zu viele davon.Foto: Maxime Schmid

Nove Mesto. Manuel Fumic machte im Ziel einen geknickten Eindruck. Rang neun, 3:45 Minuten hinter dem Sieger Jaroslav Kulhavy (1:33:27) aus Tschechien war zwar sein bisher bestes Ergebnis auf dieser Strecke. Doch er hatte sich vor der beeindruckenden Kulisse von rund 20 000 Zuschauern im Biathlon-Stadion von Nove Mesto deutlich mehr zugetraut.

Bis zur vierten von sieben Runden lag der Kirchheimer an fünfter Position. Vorne duellierten sich Kulhavy und der Schweizer Nino Schurter um den Sieg. Dahinter kämpften Julien Absalon (Frankreich) und Florian Vogel (Schweiz) um den dritten Rang.

Da hatte es aus Sicht des Kirchheimers allerdings schon einen kleinen Zwischenfall gegeben. Gleich in der ersten Runde touchierte ein Kontrahent Fumics Hinterrad, so dass der mit dem Arm hart gegen eine Begrenzung prallte. Der Ellbogen schwoll an, er verlor den Anschluss. „Die Schmerzen haben mich die ganze Zeit begleitet, aber das war nicht der wirkliche Grund, warum ich zurückgefallen bin“, gab Fumic hinterher zu.

Es waren zu viele Fehler, die ihm an diesem Tag auf dem technisch schwierigen Kurs unterliefen. „Das darf mir einfach nicht passieren, da sollte ich eigentlich stärker sein“. Fumic wurde daraufhin von Mathias Flückiger (Schweiz) und dem Italiener Andrea Tiberi eingeholt und klemmte sich hinten dran. Ein weiterer technischer Fehler führte dazu, dass Fumic den Anschluss verlor und schließlich auch noch von den beiden Schweizern Ralph Näf und Thomas Litscher passiert wurde. „Ärgerlich, da der Motor eigentlich lief“, meinte Fumic im Ziel. „Ich hatte heute die Beine, vielleicht nicht um mit Kulhavy und Schurter mitzufahren, aber ums Podium auf jeden Fall.“ Die Verletzung am Arm, so die Diagnose am Sonntagabend, ist nicht schwerwiegend. Der zweite Weltcup in Albstadt am kommenden Sonntag wird ein komplett anderes Rennen. Beim Deutschland-Weltcup wartet ein völlig anderer Kurs auf die Fahrer. Ob Fumic gegen die „Großen Drei“ dort wird bestehen können, das wird sich zeigen.

In Nove Mesto lieferten sich Kulhavy und Schurter einen begeisterten Zweikampf. Gemessen an der Lautstärke erinnerte die Atmosphäre in der Biathlon-Arena an ein voll besetztes Fußballstadion. Kulhavy setzte die entscheidende Attacke in der letzten Runde und gewann mit 24 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer, der in den Jahren 2012 bis 2014 dort jeweils gewonnen hatte. Dritter wurde Weltmeister Julien Absalon mit 1:16 Minuten Rückstand auf den Sieger.

Auch für Teck-Biker Christian Pfäffle lief der Weltcup-Auftakt im U23-Rennen nicht nach Wunsch. Er kam von Startposition 40 zwar ordentlich ins Rennen und vollendete die 2,8 Kilometer lange Startrunde als 30., doch dann ging es nicht so fulminant nach vorne, wie er sich das gewünscht hatte. „Ich hatte danach den immer gleichen Speed“, zuckte er im Ziel mit den Schultern. Es ging zwar mit ähnlichen Rundenzeiten langsam nach vorne, doch den richtigen Schub bekam er erst in der letzten Runde. Da war er noch mal eine halbe Minute schneller als in den vier vorangegangenen 4,3-Kilometer-Schleifen. Pfäffle fuhr die neuntbeste Zeit, verpasste aber im Sprint den Platz 18 hauchdünn.

„Für meine Verhältnisse hier in Nove Mesto geht das schon in Ordnung“, meinte Pfäffle. „Das Fully war zwar hilfreich, aber optimal bin ich über die Wurzeln trotzdem nicht drüber gekommen. Platz 15 wäre natürlich cool gewesen.“ Dazu fehlten ihm im Ziel lediglich 14 Sekunden.

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