Lokalsport

Fumic rettet Rang 16 nach Aufholjagd

Moutainbike Weltcup-Finale läuft für Fumic und Schwarzbauer ordentlich, Pfäffle gibt auf.

Foto: Armin Küstenbrück
Foto: Armin Küstenbrück

La Bresse. Beim Weltcup-Finale im französischen La Bresse hat sich Manuel Fumic nach einem schlechten Start noch auf Rang 16 gefahren. Luca Schwarzbauer vom MTB Teck war im U23-Rennen in den Vogesen ebenfalls als 16. bester Deutscher.

In der Startrunde sah man Manuel Fumic am ersten Berg erst mal zwischen Rang 15 und 20 fahren, doch plötzlich verschluckte ihn die Menge. „Ich bin nicht richtig weg gekommen“, sollte er später erklären, warum man ihn nach der ersten Runde nur an 33. Position gesichtet hat. Und als das Gerangel um die Plätze im ersten Singletrail begann, da hielt er sich vornehm zurück. „Ganz ehrlich, ich wollte da nicht dagegen halten. Das kostet so viel Energie und bringt erfahrungsgemäß nichts. So habe ich lieber Kräfte gespart“, erklärte Fumic.

Es dauerte aber drei Runden bis sich Fumic frei geschwommen hatte. Nach der dritten Runde war er nur 35. Zu diesem Zeitpunkt war fraglich, ob der Rücken wieder Probleme bereitete.

Doch in Runde vier lieferte Fumic plötzlich die siebtbeste Rundenzeit ab, was er in der nächsten von insgesamt sieben Schleifen wiederholen konnte.

Damit fuhr sich Fumic zunächst auf Platz 19. Bis ins Ziel machte er mit einer nochmaligen Top-Ten-Rundenzeit weitere drei Plätze gut. Als 16. erreichte er das Ziel mit 4,50 Minuten Rückstand auf Weltmeister Nino Schurter (Schweiz, 1.26,25), der seinen 30. Weltcupsieg feierte. „Es war klar, dass die vorne sind weg. Als ich freie Fahrt hatte, habe ich Gas gegeben und noch das Beste draus gemacht.“ Und er gab Entwarnung. „Ich bin froh, dass der Rücken gehalten hat und ich Druck aufs Pedal gebracht habe. Das ist wichtig für die WM in zwei Wochen, darauf kann ich aufbauen.“

Am Freitag lief es bei Manuel Fumic im Short Track besser, als man nach seiner Rückenverletzung eigentlich erwartet hätte, doch im Ergebnis zahlte sich eine ansprechende Leistung nicht aus. Fumic fuhr sich von Rang elf nach einer Runde immer weiter in Richtung Spitze, an der Teamkollege Henrique Avancini das Tempo kontrollierte. Drei Runden vor Schluss lag er auf dem schweren 1,2-Kilometer-Kurs an dritter Stelle, doch dann wurde er im Anstieg im Positionskampf vom späteren Sieger Mathieu van der Poel touchiert und musste aus der Ideallinie. Dieses kleine Vorkommnis kostete ihn in einer entscheidenden Phase viele Positionen. „Da sind ruckzuck sieben, acht Leute an mir vorbei“, erklärte Fumic. „Dann war es schwierig noch mal nach vorne zu kommen, weil zum Schluss eh alle Vollgas fahren.“

Es ging dann eine Lücke zwischen Platz sieben und acht auf und in der Schlussrunde erlitt Fumic auch noch einen Reifendefekt. So verlor er auch noch den Platz unter den besten 16, der ihm am Sonntag die zweite Startreihe garantiert hätte und wurde 19., 33 Sekunden hinter Mathieu van der Poel.

„Es ist ein wenig bezeichnend für diese Saison“, zuckte er enttäuscht die Schultern über sein Pech, das auch Auswirkungen auf das Cross-Country-Rennen hatte, weil Fumic dadurch nur in der dritten anstatt in der zweiten Startreihe stand. Die Gesamtwertung beendete er als 17., Schurter wurde zum sechsten Mal Gesamtsieger. In der Team-Wertung durfte der Kirchheimer mit seinem Cannondale-Team aufs Podium. Sie gewannen die Tages- und erstmals auch die Gesamtwertung.

Pfäffle gibt auf

Christian Pfäffle vom MTB Teck konnte seine letzte WM-Chance nicht nutzen. Er lag nach der ersten Runde nicht unter den besten 100 und gab in der zweiten Runde auf. „Es war das gleiche Problem wie gehabt. Ich kann einfach nicht in den roten Bereich gehen, warum auch immer“, erklärte Pfäffle.

Er werde jetzt die Saison beenden und dann für das kommende Jahr einen neuen Aufbau machen, mit der einen oder anderen Korrektur, so der Neuffener.

Im U23-Rennen erwischte Luca Schwarzbauer einen guten Start und positionierte sich unter den besten Zehn. Doch noch während der 3,2 Kilometer langen Startrunde erlitt er einen Reifendefekt. „Der Zeitverlust hielt sich in Grenzen, weil gleich die Tech-Zone kam, doch ich habe natürlich viele Plätze verloren“, erklärte Schwarzbauer dazu. Zudem ging seine Schuhschnalle kaputt, sodass auch da Zeit liegen blieb.

Schwarzbauer kämpfte zwischen Rang zwölf und 16 aber auch mit gereizten Atemwegen. „Ich habe nicht genug Luft bekommen“, gestand Schwarzbauer. Dennoch zog er aus dem letzten Weltcup-Rennen der Saison hauptsächlich Positives. „Die Form ist gut“, zeigte er sich sicher. „Ich denke, wenn bei der WM alles glatt läuft, kann es ein gutes Ergebnis werden.“ Als 16. war er schließlich mit 2:51 Minuten Rückstand auf den Norweger Petter Fagerhaug (1:23:22) bester Deutscher. Erhard Goller

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