Lokalsport

Fumic spart Energie und bleibt in Gelb

Mountainbike Rang drei auf der fünften Etappe des Cape Epic reicht, um die Führung im Gesamtklassement zu verteidigen.

Elgin. Manuel Fumic und Henrique Avancini haben beim Cape Epic in Südafrika das gelbe Leaderjersey verteidigt. Dem Cannondale-Duo reichte auf der mit 112 Kilometern längsten Etappe ein dritter Rang.

Am Donnerstag hatte man eigentlich den Angriff von Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy erwartet, die vor dem fünften Tag nur 80 Sekunden Rückstand auf das schwäbisch-brasilianische Führungsduo hatten. Doch es kam anders. Als es nach 85 Kilometern in den längsten Berg, den Botrivier Pass, hineinging, waren es nicht der Schweizer und der Tscheche, die dominierten. Dennoch entstand eine Spitzengruppe mit vier Teams, zu denen neben den drei führenden Paarungen in der Gesamtwertung überraschend auch noch Nino Schurters Scott-Teamkollegen Michiel van der Heijden und Andri Frischknecht gehörten.

Dann erlitt London-Olympiasieger Jaroslav Kulhavy einen Hinterrad-Defekt. Schurter und Teamkollege Matthias Stirnemann zogen mit van der Heijden und Frischknecht das Tempo weiter. Dagegen entschieden sich Manuel Fumic und Henrique Avancini, dem Plan zu folgen, den sie sich zurechtgelegt hatten. „Als die Specialized-Jungs Defekt hatten, sind wir kontrolliert gefahren, um Energie zu sparen. Wir haben damit gerechnet, dass die Scott-Jungs auf den Etappensieg gehen und uns mehr auf Sauser und Kulhavy konzentriert“, erklärte Manuel Fumic. „Unser Plan war, so viel wie möglich Körner zu sparen, und wir haben uns keinen Zahn gezogen“, so Manuel Fumic. „Ich denke, Kulhavy und Sauser haben bei der Aufholjagd Energie gelassen, und Nino und Matthias haben auch viel investiert.“ Am Ende waren es 2,35 Minuten Rückstand auf van der Heijden und Frischknecht, die zeitgleich mit Schurter und Stirnemann nach 4.10,00 Stunden den Etappensieg einfuhren. 41 Sekunden hinter Fumic/Avancini überquerten Sauser und Kulhavy als Vierte den Zielstrich.

Spannend wie nie

Die Konstellation vor den letzten drei Etappen ist so spannend wie nie zuvor beim Cape Epic. Manuel Fumic und sein Kompagnon liegen jetzt 1,42 Minuten vor Nino Schurter und Matthias Stirnemann und 2,15 Minuten vor Christoph Sauser und Jaroslav Kulhavy. Dabei sind die 14 Sekunden Zeitgutschrift, die Fumic und Avancini für den unverschuldeten Unfall mit dem Motorrad am Mittwoch dotiert bekommen hatten, bereits berücksichtigt. „So haben wir uns das natürlich nicht ausgemalt“, meinte Manuel Fumic mit dem Blick auf den fünften Tag im gelben Jersey, „aber es zeigt, dass wir gut in Form sind.“

Am heutigen Freitag geht es über 84 Kilometer mit 2 100 Höhenmetern.Erhard Goller

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