Lokalsport

Fumic testet erstmals auf Olympia-Strecke

Rio de Janeiro. Beim olympischen Test-Rennen in Rio de Janeiro hat Mountainbike-Profi Manuel Fumic beim Sieg von Weltmeister Nino Schurter Platz 16 belegt. Wichtiger waren für den Kirchheimer jedoch die Erkenntnisse für die Olympischen Spiele in zehn Monaten.

Es war das letzte Rennen der Saison. Manuel Fumic bezeichnete seine Verfassung als „Urlaubsform“. Doch das war im olympischen Mountainbike-Park von nachrangiger Bedeutung. Wichtig war es, unter Wettkampfbedingungen den 4,9 Kilometer langen Kurs kennenzulernen, auf dem im August 2016 die olympischen Medaillen vergeben werden. „Es war gut, hier zu sein und gesehen zu haben, was uns erwartet“, so Fumic.

Der Kurs ist vergleichbar mit dem von den Spielen 2012 in London, genauso offen, zuschauerfreundlich und fast ohne natürliche Trails. Schatten findet man fast keinen – im Gegensatz zu London hat das drastische Auswirkungen. 38 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit setzte den Fahrern im brasilianischen Frühling enorm zu. „Die Hitze hat vielen den Stecker gezogen“, sagte Fumic.

Er selbst ging nicht ganz ans Limit, respektive konnte es nach Ende der Saison nicht mehr und hatte deshalb mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Er begnügte sich mit zwei schnellen Runden, der ersten und der letzten. „Da habe ich gesehen, dass die Strecke sehr viel schwieriger wird, wenn man an die Grenze geht“, bekannte der 33-Jährige, der mit 4,57 Minuten Rückstand auf Schurter (1.20,36 Stunden) Sechzehnter wurde.

„Wir haben viele Daten gesammelt und werden sie analysieren. Wir hatten eine gute Zeit, auch im Nationalteam, und ich ziehe ein positives Fazit. Jetzt freue ich mich auf ein paar Wochen Pause“, bilanzierte Fumic – Pause vor der vielleicht letzten Olympia-Saison seiner Karriere.eg

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