Lokalsport

Fumic will liefern

Mountainbiker aus der Teckregion beim Weltcup in Lenzerheide

Beim vierten Weltcuplauf in der Schweiz braucht Mountainbiker Manuel Fumic dringend ein Erfolgserlebnis. Doch er sucht weiter nach seiner Form.

Ansteigende Formkurve: Christian Pfäffle (links) will beim Weltcuplauf in der Schweiz einen Top-30-Platz.Foto: Armin Küstenbrück
Ansteigende Formkurve: Christian Pfäffle (links) will beim Weltcuplauf in der Schweiz einen Top-30-Platz.Foto: Armin Küstenbrück

Kirchheim. Ein wichtiges Rennen jagt das nächste. Manuel Fumic, Christian Pfäffle und Luca Schwarzbauer sind am Sonntag beim Weltcup in Lenzerheide (Schweiz) beschäftigt. Zwei Fahrer hegen das Gefühl der Hoffnung – der dritte steckt im Hochgefühl.

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An eine solch lange sportliche Durststrecke kann sich Manuel Fumic in seiner Karriere nicht erinnern. Fumic schleppt sich von Woche zu Woche mit der Hoffnung, dass der Knoten endlich platzt. Bisher ist er nicht geplatzt. Was er vor dem Weltcup-Lauf in Lenzerheide sagt, klingt nach Durchhalteparolen. „Ich bin guter Dinge, dass es jetzt in die richtige Richtung geht. Jeden Tag geht es besser. Bei der WM hat es noch nicht ganz hingehauen, aber es gab Anzeichen für eine Verbesserung.“ Für den vierten Weltcup der Saison nennt er die Top Ten als Zielmarke. Das sind gegenüber den Vorjahren vergleichsweise kleine Brötchen, die er backt. Was ihm Zuversicht gibt: Auf dem Kurs in Lenzerheide fühlt er sich wohl. Voriges Jahr war er dort Sechster.

Dass Christian Pfäffle ihn bei der Weltmeisterschaft als bester Deutscher abgelöst hat, fand Fumic „super“. Er bezeichnete es als „Ausrufezeichen“, das er dem elf Jahre Jüngeren „sehr gegönnt“ habe. Pfäffle (Stevens MTB Racing) freut sich darüber, aber er ist kein Typ, der abhebt. Und so nimmt er auch seinen fast sensationellen WM-Ritt von Startplatz 100 auf 15 nicht als Maßstab. Schon weil der Kurs in Lenzerheide die Überholvorgänge deutlich schwerer macht als der in Nove Mesto.

„Ich gehe nicht davon aus, dass ich in Lenzerheide wieder in die Top 15 fahren kann. Schon weil die Startphase dort viel schwieriger ist. Wenn ich in die Top 30 fahre, dann wäre ich völlig zufrieden“, erklärt der Neuffener. Inzwischen ist die Startnummer zweistellig geworden, dem 15. Platz von Nove Mesto sei dank. Mit der 77 geht er am Sonntag ins Rennen und die Strategie bleibt dieselbe. Gut starten und dann kontinuierlich, im eigenen Rhythmus, ohne Hektik nach vorne arbeiten. Die ganzen Überholvorgänge würden sich im Elite-Feld sehr viel stressfreier gestalten als in der U23, hat Pfäffle beobachtet. „In der U23 macht dir niemand Platz, wenn du stärker bist. Die Älteren sind etwas vernünftiger“, berichtet der Teckbiker von seinen Erfahrungen im ersten halben Elite-Jahr.

U23-Fahrer Luca Schwarzbauer hofft, dass er nach auskuriertem Magen-Darm-Infekt mit frischer Dynamik ins Rennen gehen kann. „Ich bin wieder hundertprozentig gesund“, sagt er. Allerdings sei er noch nicht auf dem Leistungsniveau, auf dem er sich gerne bewegen würde. „Ich hoffe, dass ich diese Saison meine Leistung noch ein bisschen in eine bessere Richtung steuern kann.“ Die Strecke in Lenzerheide ist auf jeden Fall eine Spielwiese, auf der sich der Teckbiker wohlfühlen wird.