Lokalsport

Fumic wird 14. bei Debüt auf Langstrecke

Mountainbike Der 35-jährige Kirchheimer schlägt sich bei seiner ersten Marathon-WM in Singen beachtlich.

Auf fremdem Terrain: Manuel Fumic gab seine Marathon-Premiere in Singen.Foto: Küstenbrück
Auf fremdem Terrain: Manuel Fumic gab seine Marathon-Premiere in Singen.Foto: Küstenbrück

Singen. Mit einer respektablen Leistung hat Mountainbike-Profi Manuel Fumic seine WM-Premiere auf der Langdistanz in Singen am Hohentwiel als 14. beendet. Es war vermutlich ein Stück weit die Unerfahrenheit auf der Langstrecke, die Fumic um ein noch besseres Resultat bei seinem Debüt bei einer Marathon-WM brachte.

Der Kirchheimer ist eigentlich ein Routinier, aber er geriet schon früh im Rennen ins Zweifeln. Von Position 140 von 180 Fahrern gestartet, jagte er nach dem Start durchs Feld und schaffte es tatsächlich früh in die Top 20. „Ich habe viel investiert. Es war praktisch ein Sprint durchs Feld“, meinte er im Ziel. Das hätte die Grundlage sein können, um erst mal in der Spitzengruppe dabei zu sein. Doch dann wurde er von einem Konkurrenten abgedrängt und musste vom Rad. Danach lag er plötzlich nur noch zwischen Platz 40 und 50, und vorne ging eine Lücke auf. In der dritten Gruppe liegend kamen Zweifel auf, was die Kraftreserven im Schlussabschnitt betrifft. „Ich konnte das nicht einschätzen, was das über die Distanz für Auswirkungen hat und habe mich entschieden, meinen eigenen Rhythmus zu suchen.“

So kam er nach der ersten von zwei 49-Kilometer-Runden als 38. und mit 3:10 Minuten Rückstand an die Zeitmessung. Dann machte er zahlreiche Positionen gut. Am Ende sprintete er noch um Rang zwölf und hatte auf der zweiten Runde mit 4:57 Minuten Rückstand nur noch 1:47 Minuten mehr aufs Konto bekommen. Obwohl er bis dahin viel im Wind fahren musste.

„Ich bin sehr zufrieden. Das war ein guter Abschluss meines Trainingsblocks für die Weltcups“, sagte Fumic. 4:57 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister Alban Lakata aus Österreich (+3:17:25 Stunden) wurden am Ende für ihn notiert. Der Österreicher gewann seinen dritten Titel im Sprint vor Titelverteidiger Tiago Ferreira aus Portugal und Daniel Geismayr aus Österreich. Fumic war hinter Markus Kaufmann (11., +4:40) zweitbester Deutscher. Bei den Damen siegte die Dänin Annika Langvad im Sprint vor Sabine Spitz und Gunn-Rita Dahle-Flesjaa, die acht Sekunden Differenz aufwies.Erhard Goller

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