Lokalsport

Fumic wird Fünfter beim Cape Epic

Mountainbike Etappenrennen in Südafrika lässt den Kirchheimer positiv auf den weiteren Saisonverlauf blicken.

Paarl. Fünf Tage lang hatten Manuel Fumic und sein brasilianischer Partner Henrique Avancini das Feld beim Cape Epic angeführt, ehe sie ein rabenschwarzer Freitag und dessen Folgen beim berüchtigten Etappenrennen in Südafrika im Endklassement noch auf Platz fünf abstürzen ließ. Am Freitag erwischte sie ein doppelter Defekt, doch schlimmer noch waren die Magen-Probleme bei Avancini.

Der Brasilianer hatte am Freitag über 60 Kilometer so nahe an sein Limit gehen müssen, dass die Erholung über Nacht nur Wunschdenken war. „Mir war am Morgen schon klar, dass das nicht gehen wird. Henrique hat zwar gesagt, dass es ihm wieder gut geht, aber wenn du so an die Substanz gehen musst, wie er am Freitag, kannst du dich davon nicht so schnell erholen“, räsonierte Manuel Fumic am Samstag in Elgin. Auf der 103 Kilometer langen sechsten Etappe hatte Avancini von Anfang an gebüßt. „Ich musste ganz schön viel Überzeugungsarbeit leisten, damit er im Rennen bleibt. Im Endeffekt war ich nur froh, dass wir ins Ziel gekommen sind“, so Fumic. 15,54 Minuten verloren sie als Achte an diesem vorletzten Tag auf die Etappensieger Nino Schurter und Matthias Stirnemann. Er selbst hatte keine Mühe, am größten Anstieg des Cape Epic 2017 vorne dabei zu bleiben. „Ich habe mich super gefühlt, aber das ist halt ein Wettbewerb für zwei. Man muss gemeinsam durch gute und schlechte Zeiten, und gute haben wir ja auch gehabt. Mir war es wichtig, dass wir ins Ziel kommen, um die Punkte für die Weltrangliste einzufahren.“

Fast eine halbe Stunde Rückstand

Das galt auch für den Sonntag, als er selbst erst dafür verantwortlich war, dass sie am ersten Anstieg den Anschluss verpassten. „Ich hatte in einer Passage mit losen Steinen eine schlechte Position und bin dann hinter einem Fahrer hängen geblieben. Henrique musste auf mich warten, aber wir haben dann gar nicht mehr versucht, vorne hinzukommen, weil er das Tempo dort wohl sowieso nicht hätte halten können. Es ging nur noch darum, das Ding nach Hause zu bringen“, erklärte Fumic. So wurden sie in Paarl mit 5,22 Minuten Rückstand auf die Etappensieger nach 84 Kilometern Achte und am Ende mit 29.50,5 Minuten Rückstand auf Nino Schurter/Matthias Stirnemann (26.35,06 Stunden) Gesamt-Fünfte.

Am Wichtigsten sei Fumic nach eigener Aussage gewesen, sich im Hinblick auf den Weltcup beim Prolog auf einer kurzen Distanz gegen die Konkurrenz zu beweisen. „Das ist gelungen, und zwar deutlich. Von daher bin ich persönlich super zufrieden, ich habe mich wahnsinnig gut gefühlt und freue mich auf den weiteren Verlauf der Saison.“Erhard Goller

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