Lokalsport

Fumic zeigt sich vor dem „Sunshine Race“ zurückhaltend

Mountainbike Der 37-Jährige steigt in Südtirol nach drei Wochen wieder ins Renngeschehen ein. Luca Schwarzbauer und Christian Pfäffle starten im Sauerland. Von Erhard Goller

Schauplatz Bullentäle: Im vergangenen Jahr wurde Manuel Fumic in Albstadt Neunter. Foto: Lynn Sigel
Schauplatz Bullentäle: Im vergangenen Jahr wurde Manuel Fumic in Albstadt Neunter. Foto: Lynn Sigel

Beim „Sunshine Race“ in Südtirol an diesem Wochenende steigt Manuel Fumic drei Wochen nach dem „Cape Epic“ wieder ins Mountainbike-Renngeschehen ein. Der Kirchheimer Cannondale-Profi trifft dabei auf hochkarätige Gegner. Luca Schwarzbauer und Christian Pfäffle vom MTB Teck wollen hingegen im Sauerland Weltranglistenpunkte holen.

Es ist dieses Wochenende, an dem die meisten „Cape Epic“-Teilnehmer wieder ins Renngeschehen einsteigen. Die Belastungen während der achttägigen Tour in Südafrika erfordern so einiges an Regeneration. Auch die Gewinner Nino Schurter und Lars Forster steigen erst jetzt an diesem Sonntag wieder ins Renngeschehen ein - allerdings beim „Swiss Bike Cup“ in Buchs.

Manuel Fumic musste nach der Rückkehr vom „Cape Epic“ eine Zwangspause einlegen. Nicht nur, weil der 37-Jährige sich ausgiebig erholen wollte, sondern auch gezwungenermaßen, da er sich einen Infekt einhandelte. Die Aussichten für das Rennen am Sonntag sind somit aufgrund des Trainingsrückstandes alles andere als rosig. „Die Top Ten wären okay“, meint sein Trainer Phil Dixon in Anbetracht der Konkurrenz.

Im italienischen Nals sind es vor allem die drei Franzosen Stephane Tempier, Jordan Sarrou und Fumic’ Teamkollege Maxime Marotte, die gemeinsam mit Vize-Weltmeister Gerhard Kerschbaumer aus Italien die Messlatte darstellen.

Doch außer Acht lassen darf man Manuel Fumic bei diesem Wettbewerb keineswegs: 2013 und 2014 gewann er das Rennen, 2015 holte er den zweiten und 2016 den dritten Platz. In den vergangenen beiden Jahren war er zwar nicht mehr am Start, aber das Terrain scheint dem Kirchheimer zu liegen. Nals ist ein Kurs, der einen langen Anstieg aufweist. Das zumindest hat der Deutsche Meister zuletzt in Südafrika zu Genüge geübt. „Seit Ende vergangener Woche ging es langsam aufwärts. Am Mittwoch und Donnerstag war es im Training okay, euphorisch fahre ich allerdings nicht gerade nach Italien. Das Rennen brauche ich aber, um wieder in den Rhythmus reinzukommen“, erklärt Fumic.

Schwarzbauer hofft auf Sieg

Christian Pfäffle hat sich lange überlegt, ob er am Sonntag in Saalhausen in sein drittes Saisonrennen gehen soll. Zu weit war er mit seiner Leistung noch von der Spitze entfernt. „Ich werde meine Vorbereitung auf den Wettkampf etwas verändern und hoffe, dass ich damit frischer am Start stehen werde“, sagt Stevens-Biker Pfäffle.

Vereinskollege Luca Schwarzbauer blickt auf zwei Rennen zurück, die keinen Maßstab bilden. In Obergessertshausen stieg er gesundheitlich angeschlagen aus, in Haiming machte ihm ein Kettenriss einen Strich durch die Rechnung.

Das „Feedback“ aus den Beinen war da allerdings so gut, dass er für das Rennen in Saalhausen ganz zuversichtlich ist.

Die wichtigsten Gegner sind der DM-Dritte Ben Zwiehoff (Essen), sein Teamkollege Max Brandl, Bundesliga-Gesamtsieger Simon Stiebjahn und der U23-WM-Dritte David Nordemann aus den Niederlanden.

„Ich bin nach wie vor überzeugt, dass ich eine gute Form habe. Am Sonntag gibt es viele Fahrer auf ähnlichem Niveau, es entscheidet die Tagesform. Zwischen Platz eins und sieben ist für mich alles möglich“, hofft Schwarzbauer.

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