Lokalsport

Fußball-Leckerbissen zur Mittagszeit

Testspiel Regionalligateams des VfB und FC Bayern duellieren sich am 3. Februar in Weilheim.

Weilheim. Mitten in der für Balltreter kargen Zeit sorgt der TSV Weilheim auf lokaler Ebene für willkommene Abwechslung. Am kommenden Freitag (3. Februar) stehen sich in Weilheim ab 14 Uhr die Regionalliga-Teams des VfB Stuttgart und Bayern München gegenüber. „Durch gute Kontakte zum VfB ist dieses Match kurzfristig möglich geworden“, erklärt Weilheims Sportlicher Leiter Günther Friess erfreut angesichts des durchaus hohen Besuchs am kommenden Freitag. Soll heißen: Der beim Zweitligisten VfB angestellte Weilheimer Spielleiter Thomas Schultheiß half hinter den Kulissen mit, um das Aufeinandertreffen der Viertligisten auf neutralem Boden zu ermöglichen.

Die Begegnung wird bereits um 14 Uhr angepfiffen - ungewöhnlich. Friess bietet die Antwort darauf. Man hätte dem lokalen Fußball-Publikum „liebend gerne eine Abendpartie geboten“, doch die Planungen des VfB hätten keine andere Wahl gelassen. „Bereits am nächsten Morgen bricht die VfB-Mannschaft ins Trainingslager auf“, weiß der Weilheimer Macher, „deshalb bestand von Stuttgarter Seite der Wunsch, dass wir möglichst um die Mittagszeit beginnen.“

Sportlich interessant verspricht die Partie, die es wegen der unterschiedlichen Staffelzugehörigkeiten (Bayern/Südwest) im regulären Regionalliga-Betrieb aktuell nicht gibt, allemal. Der VfB kämpft nach dem Abstieg aus der dritten Liga auch eine Etage tiefer als Tabellenzwölfter um Stabilität. In bayerischen Landen gehört die zweite Garnitur des deutschen Rekordmeisters FCB als Tabellenzweiter zur Verfolgergruppe von Spitzenreiter SpVgg Unterhaching. In Anbetracht eines 19-Punkte-Vorsprungs des Ex-Bundesligisten aus dem Münchner Vorort dürfte zumindest in dieser Saison eine Drittliga-Rückkehr freilich nicht zur Debatte stehen.

Die Bayern werden übrigens gleich in der Kirchheimer Ecke bleiben. Zwei Tage nach der Partie gegen den VfB testet der FCB in Reichenbach gegen die Stuttgarter Kickers.

Derweil hofft Günther Friess trotz der gewöhnungsbedürftigen Anstoßzeit auf einige Zuschauer. „Wir werden deshalb beim Eintritt nur einen kleinen Obolus verlangen, der ausschließlich unserem Jugendfußball zugute kommen wird“, kündigt der Clubfunktionär an. Ob auf Rasen oder Kunstrasen gespielt wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch offen. „Sollte sich das prognostizierte Tauwetter fortsetzen, ist selbst eine Partie im Lindachstadion auf Rasen nicht auszuschließen“, gibt sich Friess zuversichtlich.Reimund Elbe

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