Lokalsport

Gantert und Brucker haben die Nase vorne

Tischtennis Die zweite Auflage des Eberhard-Einselen-Gedächtnisturniers leidet unter weniger Teilnehmern als im Vorjahr. In den Topkonkurrenzen gibt es Favoritensiege.

Oberligaerfahrung zahlt sich aus: Matthias Gantert vom VfL hat die Herren A-Konkurrenz des Jesinger Turniers gewonnen.Foto: Mark
Oberligaerfahrung zahlt sich aus: Matthias Gantert vom VfL hat die Herren A-Konkurrenz des Jesinger Turniers gewonnen.Foto: Markus Brändli

Mit 167 Meldungen für die 17 Konkurrenzen war das zweite Eber- hard-Einselen Gedächtnisturnier des TSV Jesingen nicht ganz so gut besucht wie die erste Auflage. In der Sporthalle Stadtmitte wurde dennoch das ganze Wochenende lang sehenswertes Tischtennis geboten.

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Bei den Damen A war es der erwartete Favoritensieg: Nadine Brucker (DJK Sportbund Stuttgart) setzte sich vor Amanda Vogt (TG Schwenningen) und deren Vereinskollegin Regina Bähr durch. In der B-Konkurrenz war es dagegen eine denkbare knappe Angelegenheit. Am Ende trennten Siegerin Julia Girke (TSV Oberboihingen), die Zweite, Sarah Haußmann (VfL Gerstetten), und die Dritte, Kathrin Russegger (TSV Jesingen), nur je ein Satz.

Die Konkurrenz Herren A war mit zwölf Teilnehmern nur spärlich besetzt, Topfavorit Matthias Gantert (VfL Kirchheim) verlor erst im Finale gegen Patrick Wagner (Spvgg Feuerbach) den ersten und einzigen Satz. Mehr los war bei den Herren B mit vielen Abwehrspielern: Im 20-köpfigen Feld konnte sich Markus Klein (SF Dornstadt) gegen Amro Makki (TV Derendingen) den Titel sichern. Das größte Teilnehmerfeld gab es bei den Herren C mit 43 Spielern. Hier musste sich Edvard Neisz (WSV Schömberg) nach acht Partien im Finale gegen Nico Renz (TV Altenstadt) geschlagen geben. Bei den Herren D kam es im Halbfinale zu einem Kuriosum: Abwehrspieler Hermann Völlinger (SV Magstadt) und Herbert Weinzierl (TV Unterlenningen) schoben sich fünf Sätze lang nur die Bälle zu, erst nach über 50 Minuten konnte sich der Lenninger durchsetzen. Auch das Finale ging über die volle Distanz, am Ende behielt Christian Schulz (TSV Heiningen) in der Verlängerung die Oberhand.

Hochklassig besetzt war die Konkurrenz der Senioren Ü40, in der Peter Schillinger (TTC Witzighausen) knapp gegen Dragan Saric (TV Derendingen) gewann. Bei den Älteren in der Ü60-Klasse hatte Walter Brandl (VfL Kirchheim) die Nase vorne, Dieter Heinold (SV Rommelsbach) gab drei Sätze mehr ab.

Der Mixed-Wettbewerb wurde wie erwartet von den Spielern der A-Konkurrenzen dominiert. Die topgesetzten Brucker und Bauer (Feuerbach) verloren dabei nur einen Satz und hielten sich im Finale gegen Vogt und Bijedic (ebenfalls Feuerbach) schadlos.

In den Jugendspielklassen gab es noch weniger Meldungen, sodass auch ganze Spielklassen zusammengelegt werden musste. Bei der U13 belohnten sich Sina Decker (CVJM Grüntal) und Maximilian Bill (SSV Schönmünzach) für die lange Anfahrt aus dem Schwarzwald mit dem Sieg vor Jannick Mucha (SC Urbach) beziehungsweise Emilia und Anna Lena Christ (beide TTF Neckartenzlingen).

Bei den Jungen U15 feierte Vineet Pradeep Keshav (TSV Georgii Allianz) einen ungefährdeten Titelgewinn vor Maxim Smirnov (TV Kemnat) und Alessio Toscano (TV Unterboihingen). In der gemeinsam ausgespielten Mädchenkonkurrenz landete Sophie Maier (TB Neuffen) vor Maya Knauer (SV Nabern) und Lea Schmauder (TSV Betzingen).

Nur vier Spieler bei U18-Jungs

Bei den U18 mussten tatsächlich die Bälle gezählt werden, Vanessa Ebenhöch (SV Nabern) konnte hier einen minimalen Vorsprung vor ihrer Dauerkonkurrentin Melina Schruff (TSV Sielmingen) und Alexandra Schillinger (TSV Langenau) aufweisen. Am deutlichsten war die mäßige Beteiligung ausgerechnet bei den sonst meist gut besetzten Jungen U18, hier hatten gerade mal vier Spieler gemeldet. Tim Kiesinger (SV Nabern) gewann vor Marc-Andre Plankenhorn (TSV Jesingen) und Amit Pradeep Skanda (TSV Georgii Allianz).

Gerade wegen solcher Totalausfälle war der ausrichtende TSV Jesingen dieses Mal nicht ganz zufrieden, vor allem im Jugendbereich hätte man sich doch mehr Meldungen aus dem Bezirk Esslingen gewünscht. Bei den verbliebenen Teilnehmern kam das Turnier trotzdem bestens an, die meisten verabschiedeten sich bis in zur dritten Auflage des Turniers.mb