Lokalsport

Geduldsspiel im Allgäu zahlt sich aus

Füssen. Der Fliegergruppe Wolf Hirth hat das Doppelsitzer-Team Peter Kluge/Stefan Kessler ein sportliches Highlight beschert. Bei der Allgäuer Segelflugwoche glückte ihm auf Duo Discus T Platz zwei in der Gesamtwertung. Den Ausschlag beim einzigen über den Alpen ausgetragenen Segelflugwettbewerb gab der Sieg am letzten Flugtag.

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Segelflieger brauchen mitunter Geduld: Beim letzten Flug von Füssen zum Malojapass, nach Sölden, Grünten und zurück nach Füssen zeigte sich das. Zu Beginn hatten sich die Berge den Thermikjägern gegenüber sehr abweisend gezeigt, und wer zu ungeduldig agierte, der landete bei zu geringer Flughöhe auf einer Wiese oder einem der umliegenden Flugplätze. Weniger als ein Drittel der insgesamt 25 Teilnehmer der Fortgeschrittenenklasse schaffte so den Sprung vom aufwindschwachen Lechtal ins thermikstarke Inntal.

In sparsamer Schwabenmanier sammelte das Hahnweide-Team ­anfangs Höhenmeter um Höhen­meter. „Bei schwierigen Bedingungen hatten wir im Doppelsitzer ­vielleicht einen kleinen Vorteil gegenüber den Einzelkämpfern“, erklärten die beiden später unisono. Ab dem Inntal konnten die im Rennen verbliebenen Piloten dann komfortabel von Aufwind zu Aufwind jagen. Über dem teils noch tief verschneiten Alpenpanorama ging es zügig ­Richtung schweizerisch-italienische Grenze und zurück ins Alpenvorland.

Im Durchschnitt waren die Hahnweide-Piloten auf der 370 Kilometer langen Strecke mit 95 km/h unterwegs und schneller als Gesamtsieger Martin Wirsch (Singen) und der Gesamtdritte Harry Tanner (Schweiz). Dem Wolf-Hirth-Team war bereits zum Wettbewerbsauftakt ein Tagessieg geglückt (75 km/h über 150 ­Kilometer). rr