Lokalsport
Geislingen fehlt nur noch ein Sieg

Fußball Der Spitzenreiter der Landesliga kann am nächsten Spieltag den Aufstieg perfekt machen. Von Max Pradler

Region. Die Tür zur Fußball-Verbandsliga steht sperrangelweit offen: Nach dem klaren 3:1-Erfolg über den 1.FC Frickenhausen fehlt dem SC Geislingen ein einziger Sieg, um den Gewinn der Meisterschaft in der Landesliga perfekt zu machen. „Es war vom Kopf her kein einfaches Spiel, auch wenn der Sieg am Ende absolut verdient war“, resümierte Geislingens scheidender Chefcoach Tobias Flitsch. Es dauerte eine Weile, bis der Spitzenreiter der ausgeglichenen Partie seinen Stempel aufsetzte. Vor allem in der Anfangsphase kamen die Gäste aus dem Tischardt-Egart zu der ein oder anderen vielversprechenden Konterchance. „Wir verzichteten in der ersten Halbzeit bewusst auf Spielanteile, um dem Gegner den Raum zu lassen. So konnten wir besser über schneller Umschaltspiel kommen“, erklärte FCF-Coach Stephan Rothweiler hinterher. Sein Gegenüber gab zu, davon überrascht gewesen zu sein: „Frickenhausen besitzt die spielerischen Mittel, das anders zu machen“, so Flitsch. Das 1:0 durch Michael Wende in der 15. Minute durchkreuzte dann allerdings den Matchplan der Gäste und die Geislinger zogen ihr dominantes Spiel auf. Während Uwe Grupp und Jonathan Sedlmayer für die „Bären“ nachlegten, reichte es für den FCF lediglich zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Fatmir Karasalihovic.

Gewinnt der SC Geislingen nun am Samstag beim bereits feststehenden Absteiger TSV Köngen, ist der Meistertitel bereits am vorletzten Spieltag fix. „Wer schon vor der Runde das Ziel ‚Meister‘ ausgegeben hat, setzt sich natürlich Druck aus. Dieser ist für die Konzentration aber auch positiv“, freut sich Flitsch auf die kommende Begegnung.

Ihre Hausaufgaben gemacht hat auch die TSV Oberensingen: Beim 3:1-Sieg in Neu-Ulm präsentierte sich die Elf von Trainer Andreas Broß dank der Treffer von Philip Kühnert, Ammar Memic und Samuel Bosler gewohnt souverän. Da die Saison der „Sandhasen“ bereits schon am kommenden Wochenende abgeschlossen ist, gilt es nun die Form gegen den SC Stammheim zu bestätigen, ehe es nach der spielfreien Pause am letzten Spieltag in die Aufstiegsrelegation geht.

Gewonnen und doch in die Röhre geschaut hat derweil der SV Ebersbach: Der überraschende 2:0-Auswärtssieg im Derby beim TSV Bad Boll katapultierte den SVE zwischenzeitlich in direkte Schlagdistanz zum Relegationsplatz. Die Ergebnisse der Konkurrenz warfen die Ebersbacher allerdings nicht nur tabellarisch wieder zurück, sondern trübten zugleich die Hoffnung auf den Klassenerhalt. Aus den letzten beiden Spielen benötigt der SVE nun sechs Punkte, um zumindest noch theoretische Chancen auf das rettende Ufer zu haben. Der Rückstand zur SSG Ulm – aktuell auf dem Relegationsplatz – und der TSGV Waldstetten beträgt jeweils vier Zähler. Bei einem Abstieg würde das Strut-Team kommende Saison erstmals seit der Spielzeit 2008/09 wieder in die Bezirksliga abrutschen.

Bereits sicher abgestiegen ist seit diesem Wochenende auch der FV Sontheim/Brenz, der bei Schlusslicht TSV Deizisau nicht über ein 1:1 hinaus kam. Überraschen konnte der TSV Köngen, der beim heimstarken TSV Buch zu einem 2:1-Sieg kam. Für den Siegtreffer kurz vor Schluss sorgte Darius Stehling, der den TSVK im Sommer nach insgesamt drei Jahren wieder zurück in Richtung 1.FC Frickenhausen verlassen wird.

Zu einem unerwarteten Comeback kam der frühere Weilheimer Kapitän Daniel Heisig: Der Co-Trainer des TV Echterdingen stand wegen eines personellen Engpasses kurzerhand im Kader und wurde beim 2:2 in Neresheim eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt. Seinen bis dato letzten Einsatz hatte der 35-Jährige im Juni 2018 bei der 1:5-Pleite der Weilheimer gegen den FV 09 Nürtingen.