Lokalsport

Geknickt im Zielraum

Manuel Fumic nur Weltcup-34. – Pfäffle im Pech

Manuel Fumic kann seine hochgesteckten Erwartungen weiterhin nicht erfüllen. Beim Weltcuplauf in Lenzerheid landete er abgeschlagen auf Platz 34.

Lenzerheide. Der Weltcup in Lenzerheide brachte für Manuel Fumic nicht den erhofften Durchbruch. Im Gegenteil. Nach dem 34. Platz – 6,26 Minuten hinter dem siegreichen Weltmeister Nino Schurter (1.27,26) – zog der Kirchheimer enttäuscht von dannen. Ziemlich geknickt saß er danach im Zielraum.

Anzeige

Fumic war unter den besten 20 ins Rennen gestartet, und die Ausgangsposition für Platz zehn nicht schlecht. Lange Zeit nicht, denn er hatte nur 30 Sekunden Abstand. Doch anstatt langsam aber sicher Positionen zu gewinnen, ging es für den Cannondale-Fahrer fortan abwärts. „Ich habe mich nicht frisch gefühlt“, sagte er.

Vermutlich wäre Christian Pfäffle ohne Defekt erneut vor ihm gelandet. Wieder zeigte der Stevens-Fahrer eine starke Leistung. Auf der 4,1-Kilometer-Runde an der Rothorn-Bahn gestalteten sich die Überholvorgänge zwar weitaus schwieriger als noch vor einer Woche bei der WM. Der Neuffener hatte sich gerade von Ex-Europameister Moritz Milatz aus Freiburg gelöst, als er sich einen Defekt einhandelte und rund 30 Sekunden, viele Positionen und seinen Rhythmus verlor.

„Das war schade. So musste ich viele Leute noch einmal überholen“. Nach Runde drei (von acht) lag Pfäffle auf Platz 48, hatte aber einen größeren Abstand zur nächsten Gruppe. Nur mühsam kämpfte er sich wieder nach vorne. Am Ende war er über Platz 36 (+6:30) etwas enttäuscht. Doch er tröstete sich damit, dass es sein bisher bestes Weltcup-Resultat in der Elite-Kategorie war.

Bester Deutscher war am Ende Markus Schulte-Lünzum (Haltern), der als 25. (+5:25) das Ziel erreichte.

Pfäffles Klub-Kamerad Luca Schwarzbauer hatte am Sonntagmorgen seines erreicht. Der Reuderner erwischte einen „bescheidenen Start“, wie er selber fand: „Ich bin am Startberg nicht nach vorne gekommen“. Der Rest des Rennens gelang dem Lexware-Fahrer dafür prächtig. Auf seinem Vormarsch schien er in der fünften von sieben Runden etwas in Schwierigkeiten zu geraten, denn der Niederländer Milan Vader hatte Gas gegeben. Den nationalen U23-Meister konnte Schwarzbauer später aber wieder einsammeln.

Schwarzbauers Rundenzeiten blieben bis zum Schluss konstant. Er fuhr als Zwölfter sein bestes U23-Weltcup-Resultat heraus.

Bester Deutscher wurde Schwarzbauers Teamkollege Georg Egger auf Rang fünf, 3:07 Minuten hinter dem Franzosen Titouan Carod (1:16:03).