Lokalsport

Gekommen, um zu bleiben

Fußball-Bezirksligist SGEH bilanziert eine gemischt Vorrundenbilanz

Aktuell sieht es danach aus, als könnte sich für Bezirksliga-Rückkehrer SGEH tatsächlich ein längeres Gastspiel im Fußball-Oberhaus der Region ergeben. Große Veränderungen des Kaders stehen in der Winterpause voraussichtlich nicht auf der Tagesordnung.

Jubeln hätten die SGEH-Kicker dem Vernehmen ihres Trainers nach ruhig öfter dürfen: „Ein paar Zähler haben wir schon leichtferti
Jubeln hätten die SGEH-Kicker dem Vernehmen ihres Trainers nach ruhig öfter dürfen: „Ein paar Zähler haben wir schon leichtfertig liegen lassen“, resümiert Georgios Karatailidis. Foto: Markus Brändli

Erkenbrechtsweiler. Etappenziel Nummer eins – Überwintern auf einem Nichtabstiegsplatz – hat die Sportgemeinschaft auf den letzten Drücker erreicht. Seit dem verdienten 2:1 über den FC Rechberghausen am vergangenen Samstag per Nachholspiel ist es Fakt: Kapitän Marc Weger & Co. starten am 21. Februar als Tabellenelfter gegen den Ex-Landesligisten TSV Denkendorf ins Saison-Restprogramm.

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Die daraus erwachsende Sicherheit ist freilich trügerisch. „Wie ausgeglichen das Bezirksligafeld ist, zeigt doch der Punkteabstand zwischen dem sechsten Tabellenplatz und dem ersten Abstiegsplatz“, warnt SGEH-Trainer Georgios Karatailidis (32). Neun Zähler Differenz zwischen dem TSV Neckartailfingen und dem FC Rechberghausen im Ligakeller zeugen eindrücklich von weitgehend gleichstark besetzten Kadern beim Gros der Teams in dieser Klasse.

Kein Wunder also, dass Karatailidis gerne mit dem einen oder anderen Punkt mehr in die Schonzeit über Weihnachten und Neujahr gegangen wäre. „Ein paar Zähler haben wir schon leichtfertig liegen lassen“, rekapituliert der Coach, in seiner internen Hochrechnung hätten es „durchaus 26 bis 29 Punkte“ sein können.

Die Ansprüche auf der Alb? Zweifellos gestiegen. In der Abstiegssaison 2013/14 sammelten die Jungs der Sportgemeinschaft insgesamt nur 19 Zähler, jetzt ist selbst bei satter 23-Punkte-Ernte noch ein leises Klagen zu spüren. Allzu lange will sich Karatailidis jedoch nicht mehr mit dem Vergangenen und Entgangenen beschäftigen. Die Konzentration gelte nun dem Restprogramm. Erst einmal ist Regenerieren angesagt. „Eigentlich wollten wir das schon eine Woche früher machen“, verdeutlicht der Grieche, „aber durch das Nachholspiel gegen Rechberghausen haben wir doch noch länger trainiert.“

Der Fließ wurde belohnt, die Pause ist derweil dadurch kürzer. Mitte Januar bitten Karatailidis und Co-Trainer Ferdi Turan zur Premiere im Fußballjahr 2016. Die Übungseinheiten werden die Kicker von der Alb allerdings 350 Höhenmeter tiefer auf Kunstrasen absolvieren. Die guten Verbindungen zum TSV Beuren machen‘s möglich. Nicht nur wegen des nahenden Winters sehnen sich die SGEH-Verantwortlichen nach Erholung. Gut ein halbes Dutzend Spieler schleppten sich angeschlagen durch die letzten Partien des Jahres. „Ich hoffe, dass im Januar wieder alle fit auf dem Platz stehen“, sagt Karatailidis, der an einer attraktiven Testspielserie bastelt, um das angestrebte zweite Etappenziel von 40 Punkten möglichst schnell zu erreichen. Zusagen gibt es bereits vom Ex-Oberligisten SV Bonlanden („Trainer Klaus Fischer kenne ich schon seit Ewigkeiten“) als auch von zwei Bezirksligisten aus anderen Regionen.

Die Arbeit am Defensivverhalten wird dem Trainerteam in der Vorbereitung dabei besonders am Herzen liegen. Den 34 geschossenen Toren, durchaus beachtlich für einen Bezirksliga-Neuling, stehen 40 kassierte Treffer gegenüber – in der gesamten Kreisliga-A-Saison 2014/15 waren nur 37 Gegentore.

Zugänge? Wird es in der Winterpause wohl ebenso wenig geben wie Abgänge. Die SGEH-Abteilungsleitung steckt ihr ganzes Vertrauen in den vorhandenen Kader, der den Klassenerhalt realisieren soll – die SGEH ist gekommen, um zu bleiben.