Lokalsport

Generalprobe wegen Grippe verpatzt

Leichtathletik Bei den „Süddeutschen“ reicht es für Ricko Meckes mit dem Speer nur zu Bronze, obwohl sich der Weilheimer mehr ausgerechnet hatte. Von Martin Moll

Mit seiner Jahresbestweite hätte Ricko Meckes den Titel locker gewonnen. Foto: Ralf Görlitz
Mit seiner Jahresbestweite hätte Ricko Meckes den Titel locker gewonnen. Foto: Ralf Görlitz

Ricko Meckes von der LG Teck hat bei den Süddeutschen Leichtathletikmeisterschaften in Sankt Wendel die Bronzemedaille im Speerwerfen gewonnen. Insgeheim hatte sich der Weilheimer, dessen Jahresbestleistung bei 74,25 Metern steht, bei den Titelkämpfen im Pfälzischen mehr ausgerechnet. Doch grippegeschwächt kam der 27-Jährige nicht über 64,57 Meter hinaus. Meckes war erst vier Tage vorher angeschlagen von einem Bali-Urlaub zurückgekehrt.

Nun will Ricko Meckes erstmal trainieren, um in vier Wochen bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin sein wahres Leistungsvermögen abrufen zu können. Aktuell liegt Meckes an zwölfter Stelle der bundesweiten Speerwurf-Rangliste. Süddeutscher Meister wurde Hendrik Nungeß (TV Neu-Isenburg) mit 72,11 Metern vor Patrick Hess (LG Staufen/71,22).

In der gleichen Disziplin überzeugte die Weilheimerin Lauryn Schopp mit persönlicher Bestleistung von 39,24 Metern. Damit belegte die 16-Jährige von der LG Teck in der U18 den achten Platz. Die Siegesweite erzielte Franka Arnold (SSV Ulm) mit 45,68 Metern.

Im Kugelstoßen der U18 reichte Tizian Noah Lauria (LG Filder/Neuhausen) ein gültiger Versuch, um mit 17,83 Metern die Konkurrenz hinter sich zu lassen. Am nächsten kam dem 16-Jährigen, der in diesem Jahr bereits eine Weite von 19,20 Meter stehen hat, Maximilian Richter (MTG Mannheim) mit 17,43 Metern. Den Diskus schleuderte Lauria auf 54,00 Meter (dritter Platz). In einem knappen Wettbewerb siegte Marius Karges (LG Eintracht Frankfurt) mit 55,29 Metern vor Florian Händle (LG Region Karlsruhe/55,15).

Freitag lässt nichts anbrennen

Das 800-Meter-Rennen der U18 beherrschte Alisia Freitag (TSG Esslingen) von Beginn an. Nachdem die erste Runde taktisch geprägt und in 1.13,50 Minuten nicht sonderlich schnell war, zog Freitag das Tempo auf den zweiten 400 Metern deutlich an (1.02,68). Mit 2.16,18 Minuten blieb die 17-Jährige zwar rund acht Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit, der Titel war mit über drei Sekunden Vorsprung auf Valerie Koppler (TV Munzingen/2.19,39) allerdings nicht gefährdet.

Eine starke Vorstellung bot Cora Reitbauer (LG Filder/Berkheim) im Weitsprung als Drittbeste unter 24 Springerinnen. Ihre persönliche Bestleistung steigerte die 17-jährige Mehrkämpferin um zwölf Zentimeter auf 5,80 Meter. Den einzigen Sechs-Meter-Sprung bei der U18 landete Saskia Lindner (LG Eintracht Frankfurt) mit 6,20 Metern vor Aileen Kuhn aus Wendlingen (LAZ Ludwigsburg), die sich um 19 Zentimeter auf 5,93 Meter steigern konnte.

Eine weitere Medaille sicherte sich Kuhn im Kugelstoßen als Dritte mit 14,45 Metern hinter Milaine Ammon (LG Staufen/15,14) und Alina Henke (TSV Bisingen/14,49). Eine Bronzemedaille gewann auch Samira Köhler (LG Filder/Neuhausen) im Diskuswerfen mit 40,29 Metern.

Aufwärts geht es bei Lena Stäbler (LG Filder/Nellingen) im Weitsprung, deren Sprünge wieder konstant über 5,70 Meter hinausgehen. Die 19-jährige Denkendorferin, die bei den Frauen an den Start ging, erzielte 5,80 Meter und nähert sich damit langsam ihrer Bestleistung von 5,99 Metern. Zu Bronze fehlten Stäbler nur elf Zentimeter. Den Titel gewann Xenia Stotz (Wiesbadener SV) mit der Tagesbestweite von 6,44 Metern.

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