Lokalsport

Genusswochen einläuten und Stahlbäder nehmen

Bezirksliga VfL entspannt, SGEH unter Druck: Die beiden Teck-Bezirksligisten nehmen unter völlig unterschiedlichen Vorzeichen die Fußball-Restsaison in Angriff. Von Reimund Elbe

Alles Kopfsache: Markus Schweizer (am Ball) und der VfL schielen noch auf den dritten Platz. Foto: Markus Brändli
Alles Kopfsache: Markus Schweizer (am Ball) und der VfL schielen noch auf den dritten Platz. Foto: Markus Brändli

Noch nie stand die Sportgemeinschaft Erkenbrechtsweiler/Hochwang in dieser Runde auf einem Abstiegsplatz. Die Gefahr des Absturzes in die Kreisliga A bleibt jedoch selbst nach der jüngsten 5:0-Gala gegen den TSV Neckartailfingen trotz 27 Punkten bestehen - auch, weil nur drei Zähler Polster auf den Abstiegsrelegationsplatz vorhanden sind und der nächste Widerpart SGM T/T Göppingen heißt. Das Zählersammeln dürfte dort aller Voraussicht nach zu einer äußerst anspruchsvollen Aufgabe werden. „Tabellenzweiter, in der Offensive und Mittelfeld stark, auf ihrem heimischen Kunstrasen kaum zu bezwingen, mit sechs Punkten Rückstand auf Frickenhausen noch Chancen auf den direkten Landesliga-Aufstieg“, lautet die Kurzbeschreibung von SGEH-Trainer Dieter Hiller den kommenden Gegner betreffend. Die Heim-Statistik der SGM? Eindeutig. Von 30 möglichen Zählern kassierte der ambitionierte Klub aus der Hohenstaufenstadt bislang in Gastgeberrolle deren 28. „Unter diesem Gesichtspunkt wäre für uns am Sonntag bereits der Gewinn eines Punktes ein großer Erfolg, den Zähler würde ich sofort nehmen“, sagt Hiller.

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Gar nicht ins Konzept passt ihm, dass Angreifer Gökhan Demir übermorgen fehlt; zudem hat sich der erst jüngst wiedergenesene Dennis Oswald im Heimcoup gegen Neckartailfingen eine Schienbeinverletzung eingefangen. „Gut möglich, dass er in Göppingen nicht spielen kann“, erläutert Hiller. Allerdings könnte Martin Kamradek wieder in den Kader zurückkehren. „Wir dürfen den Göppingern jedenfalls keinen Raum lassen“, betont Hiller, „denn wenn sie Platz für ihr Spiel finden, sind sie kaum noch zu halten.“

Als kleiner Mutmacher dient der SGEH der Auftritt des TSV RSK Esslingen am 16. Oktober vergangenen Jahres. Mit einer hoch konzentrierten und kämpferisch nahezu optimalen Einstellung nervten die Kreisstädter die SGM-Fußballer gewaltig, manifestierten mit diesen Tugenden ein 2:2.

Das Vergnügen gegen die starken Göppinger zu spielen, hat auch noch der VfL Kirchheim. Bevor es am 28. Mai zum Duell an der Jesinger Allee kommt, stehen den Kirchheimern einige Genusswochen bevor. „Mit 40 Punkten ist der Klassenverbleib nun sicher, jetzt können wir befreit aufspielen“, unterstreicht VfL-Spielertrainer Markus Schweizer vor der Heimpartie gegen den Tabellenvorletzten TSV Denkendorf. Besonders erfreut zeigte er sich im Nachklapp des 3:2-Sieges beim FC Donzdorf, dass nachrückende Spieler wie der junge Niklas Weise gute Leistungen abliefern. „Wir werden in der restlichen Saison verstärkt Spieler aus der zweiten Reihe zum Einsatz bringen, sie können wichtige Erfahrungen sammeln“, kündigt Schweizer an.

Dass der Relegationsplatz aktuell acht Punkte Rückstand auf Göppingen rechnerisch durchaus noch in Reichweite ist, hat der Spielertrainer des Tabellenvierten registriert - mehr auch nicht. „Es wäre doch völlig überzogen, jetzt das Thema Relegationsplatz in den Mittelpunkt zu rücken, zumal die Göppinger noch sehr viele Punkte liegen lassen müssten“, gibt sich der kickende Coach zurückhaltend.

Über ein Ziel redet der einstige Weilheimer allerdings umso lieber: Tabellenplatz drei in der Abschlusstabelle wäre aus seiner Sicht eine feine Sache. Schweizer: „Als Aufsteiger wäre dies ein große Erfolg.“