Lokalsport

Getrennte Wege

Nach der 1:6-Pleite in Ebersbach ist Trainer Andreas Gerstenberg seinen VfL-Job los – „Co“ als Interimslösung

Das 1:6-Debakel beim SV Ebersbach hat das Fass zum Überlaufen gebracht: Fußball-Landesligist VfL Kirchheim und Trainer Andreas Gerstenberg gehen ab sofort getrennte Wege. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Landesliga, SV Ebersbach - VFL Kirchheim, Freitag (16.08.13), Ebersbach: Trainer Andreas Gerstenberg. Foto: Daniel Kopatsch
Landesliga, SV Ebersbach - VFL Kirchheim, Freitag (16.08.13), Ebersbach: Trainer Andreas Gerstenberg. Foto: Daniel Kopatsch

Kirchheim. Die Fußballabteilung des VfL Kirchheim hat sich am Montagabend mit sofortiger Wirkung von Chef-Trainer Andreas Gerstenberg getrennt. „Das Band zwischen Trainer und Spielern ist zerrissen“, erklärte Abteilungsleiter Dr. Fabian Preuß die Entscheidung, die am Wochenende gemeinsam mit Spielleiter Dirk Lange sowie VfL-Urgestein Norbert Krumm – der dem VfL wieder beratend zur Seite steht – einstimmig getroffen wurde. „Wir wissen, dass eine Trennung nach dem ersten Saisonspiel eine überaus harte Entscheidung ist, aber wir mussten die Reißleine ziehen“, so Preuß weiter. Die Spieler waren vor dem Mannschaftstraining über die Trennung informiert´worden.

Die Teckstädter wollen die Neubesetzung des Cheftrainerpostens in Ruhe angehen. Mit zwei Kandidaten sind bereits Gespräche aufgenommen worden. In der Übergangsphase wird der oberligaerfahrene Co-Trainer Vincenzo Scaglione, unterstützt durch den ebenfalls langjährig oberligaerprobten Aydin Caglar, das Ruder übernehmen.

Mit Norbert Krumm, der den aktiven Bereich in sportlicher Hinsicht gemeinsam mit Spielleiter Dirk Lange wieder mitbegleiten wird, kommt wieder mehr „Manpower“ zu den Blauen. „Für mich ist es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen, damit unser VfL wieder in ruhige Gewässer kommt. Dafür werde ich mein volles Engagement einbringen“, so Krumm. Weitere Alt-VfL-Kämpen wie Wolfgang Hamann, Werner Hund, Armin Meissner und Karl Magg wollen den Blauen ebenfalls zu einer besseren Zukunft verhelfen.

Gerstenberg, in der Vorsaison noch VfL-II-Trainer, war erst im vergangenen Mai zum neuen Cheftrainer berufen worden. Er war Nachfolger von Ralf Rueff, der zum Saisonende 2012/13 seinen Rücktritt erklärt hatte. wr

Anzeige