Lokalsport

Glück im Goldäcker

Fußball-Landesligist TSV Weilheim erkämpft 1:1 beim TV Echterdingen

Fußball-Landesligist TSV Weilheim hat sich im ersten Pflichtspiel nach der Winterpause beim TV Echterdingen mit einem 1:1 (1:0) zufriedengeben müssen. Den Limburgstädtern gelang dabei erst in der letzten Spielminute der etwas glückliche Ausgleich.

Spielplan

In dieser Szene im Zweikampf, kurz vor Schluss der Weilheimer Punktretter: Felix Hummel (re.). Foto: Günter E. Bergmann
In dieser Szene im Zweikampf, kurz vor Schluss der Weilheimer Punktretter: Felix Hummel (re.). Foto: Günter E. Bergmann

Echterdingen. Nicht mehr viele Zuschauer im Echterdinger Sportpark Goldäcker hatten in der Schlussphase an den Weilheimer Ausgleich geglaubt, denn die Elf von Trainer Alexander Hübbe wirkte in vielen Phasen zuvor zu harmlos. Im zweiten Durchgang gab es außer einem gefährlichen Freistoß von Christoph Bauer, den der Echterdinger Torwart Valentin Haug gerade noch über die Querlatte lenken konnte (71.), keine weiteren guten Einschussmöglichkeiten mehr.

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In der letzten Spielminute konnte der wieselflinke Weilheimer Angreifer Andre Kriks im Strafraum nur durch ein Foul gebremst werden, und Schiedsrichter Markus Dorner zeigte ohne zu zögern sofort auf den Elfmeterpunkt – bei dieser Entscheidung gab es keine zwei Meinungen. Beim fälligen Strafstoß scheiterte zunächst Mike Tausch am Echterdinger Keeper, aber Felix Hummel reagierte am schnellsten und schob das abprallende Leder zum 1:1 über die Torlinie.

Der Echterdinger Trainer Aleksandar Kalic war nach dem Schlusspfiff sichtlich enttäuscht: „In der Entstehung war der Elfmeter völlig unnötig, weil wir zuvor den Ball einfach hätten wegschlagen müssen.“

Zudem hatte es seine Mannschaft zuvor verpasst, mit einem zweiten Treffer für die Vorentscheidung zu sorgen. Die besten Chancen wurden vergeben, allen voran durch Nils Schaller, der eigentlich der Matchwinner hätte sein müssen. Zunächst scheiterte er am Weilheimer Schlussmann Bastian Treiber (58.), danach hatte Schaller erneut kein Glück, als ein Heber vom Weilheimer Abwehrspieler Martin Kirschmann gerade noch von der Torlinie geschlagen wurde (72.). Auch Denis Garcia-Franco war ebenso glücklos, als ein Schuss aus kurzer Distanz glänzend von Weilheims Keeper gehalten wurde (65.).

Pechvogel aus Weilheimer Sicht war Martin Kirschmann, der sich am Ende über den Ausgleichstreffer am meisten freuen konnte: In der ersten Halbzeit unterlief dem ansonsten so zuverlässigen Innenverteidiger ein Eigentor. Nach einem Flankenball wollte Kirschmann das Leder mit dem Hinterkopf zu Treiber zurückköpfen. Dieser stand aber zu weit vor dem Tor, und der Ball ging per Bogenlampe zum Entsetzen der Weilheimer Fans zur Echterdinger 1:0-Führung über die Torlinie (20.).

Danach kam die stärkste Phase der Gäste, und mit etwas mehr Schussglück im Abschluss wäre noch im ersten Spielabschnitt der Ausgleichstreffer möglich gewesen. Die beste Möglichkeit dazu hatte Yücel Uluköyli, als er nach einer flachen Hereingabe von Andre Kriks aus nicht einmal vier Metern den Ball einen Meter über das Echterdinger Tor drosch (40.).

„Wir haben uns den einen Zähler redlich verdient“, bilanzierte Alexander Hübbe nach der Partie. Obwohl er anerkennen musste, dass der TVE es verpasst hatte, die Führung weiter auszubauen. „Dafür waren wir im ersten Spielabschnitt das bessere Team und hätten eigentlich vorne liegen müssen“, sagte Hübbe.me