Lokalsport

Gold gibt es nicht nur in Pyeongchang

Karate VfL-Karateka Linda Kerner erkämpft sich bei den Berlin Open International eine Goldmedaille.

In Aktion: Linda Kerner.Foto: Just
In Aktion: Linda Kerner.Foto: Just

Berlin. 925 Sportler, 143 Vereine, 29 Nationen - das diesjährige Berlin Open International war ein Karateturnier der Superlative. Das Geschwister-Duo Linda und Henrik Kerner sowie Nachwuchstalent Lukas Thomas nutzten das Turnier, um den persönlichen Leistungsstand vor der anstehenden Wettkampfsaison abzurufen. Alle drei Kämpfer gingen in ihrer Königsdisziplin Kumite (Freikampf) an den Start.

Linda Kerner trat in der Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm auf die Wettkampfmatte. Im ersten Kampf gelangen ihr entscheidende Punkte durch Faustschläge zum Kopf ihrer Gegnerin Aline Puschila (England). Gegen die zweite Konkurrentin, Gina Mauer aus Brandenburg, setzte die 29-Jährige Owenerin mehr auf erfolgreiche Attacken mit einer Serie von Faustangriffen zum Kopf. Im anschließenden Finale stand ihr Talia Eren aus dem Bremer Landeskader gegenüber. In diesem Kampf stellte sie ihre Taktik um. Sie beschränkte sich diesmal auf einzelne, aber zielsichere Angriffe. Mit dieser Strategie behielt Linda Kerner nach Ablauf der regulären Kampfzeit von drei Minuten mit 6:0 Punkten die Oberhand und sicherte sich damit die Goldmedaille.

Weniger erfolgreich verlief das Turnier für ihren Bruder Henrik. Er erzielte zwar in seinen Vorrundenkämpfen mit technisch anspruchsvollen Kicks einige Treffer, verpasste jedoch den Sprung aufs Treppchen. Er landete am Ende auf Platz fünf. Ähnlich glücklos agierte der amtierende Shotokan-Europa- und -Weltmeister in der Jugend, Lukas Thomas. Er musste sich wie sein Vereinskollege bereits in der Vorrunde geschlagen geben.am

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