Lokalsport

Gold und Silber lieben sie sehr

Leichtathletik Die Esslingerin Lea Riedel und Aileen Kuhn aus Wendlingen sahnen bei der Junioren-DM in Koblenz ab.

Koblenz. Lea Riedel aus Esslingen hat bei den deutschen U23-Meisterschaften in Koblenz die Goldmedaille im Kugelstoßen gewonnen. Die 22-Jährige im Dress des VfL Sindelfingen nutzte damit die letzte Chance, in der Juniorenklasse nochmals etwas Großes zu erreichen. Der Sieg von Riedel, die bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig vor drei Wochen als jüngste Starterin mit 16,38 Meter Siebte geworden war, war völlig verdient.

Die Wäldenbronnerin startete zwar mit einem Fehlversuch in den Wettkampf, übernahm dann aber mit 15,93 Metern im zweiten Durchgang die Führung und baute diese im vierten Versuch mit 16,54 Metern weiter aus. Spannend wurde es noch, als die bis dahin zweitplatzierte Hanna Meinikmann (TV Wattenscheid) im letzten Durchgang mit 16,43 Metern bis auf elf Zentimeter an die Siegesweite von Riedel herankam.

Etwas Großes ist auch Aileen Kuhn aus Wendlingen im Hammerwurf gelungen. Mit 18 Jahren gehört die Athletin des LAZ Ludwigsburg eigentlich noch der Jugendklasse U20 an. Als Jüngste im Feld gelang Kuhn eine weitere Steigerung ihrer Bestmarke auf 64,06 Meter. Dieser baden-württembergische Rekordwurf reichte zur U23-Vizemeisterschaft hinter der drei Jahre älteren Titel-Favoritin Samantha Borutta (TSV Bayer Leverkusen), die die vier Kilo schwere Kugel auf 70,13 Meter schleuderte. Zum deutschen Jugendrekord von 68,40 Metern von Bianca Achilles (Leverkusen) fehlen Kuhn, die noch ein weiteres Jugendjahr vor sich hat, 4,34 Meter.

Rath sammelt Erfahrungen

Der dritte Starter aus dem Kreis Esslingen war Louis Rath von der LG Filder, der über 800 Meter an den Start ging. Rath gehört wie Kuhn dem Jahrgang 2003 an, und so war auch der Denkendorfer jüngster Teilnehmer im Feld. Seine erst vor Kurzem erzielte Bestzeit von 1.51,14 Minuten hätte für den Endlauf gereicht. Doch eine Final-Teilnahme war nicht primäres Ziel von Rath und Trainer Rudi Persch (Nürtingen). Nach seiner langen Verletzungsphase braucht der 18-Jährige zunächst wieder „harte“ Rennen, um weiter Erfahrung zu sammeln. Mit einer Zeit von 1.53,53 Minuten kam Rath am Ende nach zwei Zeitläufen auf den 15. Platz. Im Finale siegte Oskar Schwarzer (TV Groß-Gerau) in 1.49,15 Minuten vor den beiden Klubkameraden vom TV Villingen, Adrian Engstler (1.49,37) und Tim Assmann (1.49,92). Martin Moll

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