Lokalsport

Gültsteiner dominiert

Weilheimer Reitturnier: Hans-Peter Bauer siegt im St. Georges

Hans-Peter Bauer vom TV RG Gültstein hat auf Djarfur beim Weilheimer Reitturnier den St. Georges gewonnen. Die Dressur bot in diesem Jahr die hochklassigste Prüfung an den drei Sporttagen an. Gute Dressur-Platzierungen der Lokalmatadoren gab es lediglich in den weniger hochkarätigen Wettbewerben.

Weilheim. „Solch ein starkes Starterfeld in den S-Dressuren hatten wir in den letzten Jahren nicht mehr“, anerkannte Zuschauerin Barbara Bosler, eine S-Reiterin des RFV Weilheim, deren S-Pferd momentan verletzt ist, auf dem Reitgelände. Mit hervorragenden 70,00 Prozent gewann am Sonntagnachmittag Hans-Peter Bauer (TV RG Gültstein) auf Djarfur den St. Georges, den Höhepunkt der Dressur in der großen Reithalle. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Jana Haarlammert (RFV Göppingen) auf Walesco mit 69.561 Prozent und Margit Grab (RFV Ehingen) auf FBW Samba Time. Die S-Dressur am Samstagabend gewann Margit Grab auf ihrem selbst gezogenen und selbst ausgebildeten Samba Time, mit dem sie erst vor Kurzem das Goldene Reitabzeichen erlangen konnte, vor Jana Haarlammert mit zwei Pferden. Auf Platz zwei landete Walesco, auf Platz drei Rossano.

In den oberen Dressur-Klassen fand man in diesem Jahr keine Teck-Reiter, dafür konnten die Lokalmatadoren in den regionalen Prüfungen glänzen. Georg Ederle, der seit diesem Jahr für den RC Bissingen startet, gewann überraschend auf seiner erst vor wenigen Monaten erworbenen Stute Öschlehof´s Noblesse die Dressurprüfung der Klasse L mit 63,627 Prozent. Es war der erste gemeinsame Start – so kann es weitergehen, dachte sich wohl Ederle. Vor allem der Reiternachwuchs des gastgebenden Vereins hielt die heimische Fahne hoch. Drei von vier der Reiterwettbewerb-Abteilungen konnte von Weilheimer Reiterinnen gewonnen werden. Dies waren Janine Lebküchner auf Liberty (7,6), Lorina Regge auf Schulpferd Hermelin (7,2) und Luisa Sauer auf Arvalon Ricadonna. Jana Korn auf Constantin (7,5), Tabea Fischer auf Peperoni (7,5) und Nina Laub auf Florence (7,5) konnten sich über die silbernen Schleifen freuen. Auch ein dritter Platz ging nach Weilheim – durch Isabelle Rohrbach auf Hermelin (6,8).

Nicht nur der Sport war spannend und hochklassig, auch das Rahmenprogramm stimmte in diesem Jahr. Die Veranstalter freuten sich über einen absoluten Zuschauerrekord. Mit rund 700 Zuschauern am Donnerstag, 1 200 Teilnehmern am Freitag bei der SWR 3-Party, 600 Zuschauern am Samstagabend und noch einmal 400 Zuschauern zum Gottesdienst und Frühschoppen am Sonntagmorgen wurden alle Erwartungen bei Weitem übertroffen – und das trotz des schlechten Wetters am Sonntag.

Die problematischen Außenböden hatten den Vorstand des RFV Weilheim im Vorfeld veranlasst, ein neues Turnierkonzept anzudenken und anzugehen. Dies beinhaltete, weniger schwere Springprüfungen anzubieten, stattdessen mehr regionales Flair und das Einbinden des Nachwuchses in die „große“ Turnierwelt. RFV-Fazit: Das neue Konzept wurde angenommen.

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