Lokalsport

Hätte, hätte Fahrradkette: Fumic im Pech

Mountainbike Beim Weltcup-Finale in Val di Sole landet der Kirchheimer nach Materialpech nur auf dem 23. Platz

Val di Sole. Enttäuschung bei Manuel Fumic. Der Kirchheimer stand nach dem 23. Platz in Val di Sole auch nach dem letzten Weltcup 2017 nicht auf dem Fünferpodium und vermisst eine solche Platzierung jetzt seit zwei kompletten Saisons.

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Dabei hatte das Rennen verheißungsvoll angefangen. Zu Beginn der ersten Runde übernahm Manuel Fumic die Führung, ließ Titouan Carod (Frankreich) und Weltmeister Nino Schurter (Schweiz) hinter sich. Der folgte ihm sofort und rasch tat sich eine kleine Lücke auf. Doch noch bevor es in den folgenden Downhill ging, sah man Manuel Fumic vom Rad springen und sich mit seiner Kette beschäftigen. Fahrer um Fahrer passierten den Cannondale-Profi, insgesamt benötigt er 40 Sekunden, ehe das Arbeitsgerät wieder fahrbar ist. „Unglaublich. Ich hatte noch nie Probleme mit der Kette. Das gibt’s gar nicht. Das hat mich schon ziemlich demotiviert, aber es ist auch schwierig von hinten vorzufahren auf diesem Kurs“, meinte er im Ziel entnervt.

Von Position 35 fuhr er bis unter die besten 20, doch man sah ihm an, dass er sich zu einer großen Aufholjagd nicht mehr aufraffen konnte - zu sehr nagte die nächste entgangene Chance an seiner Motivation. So fehlten ihm als 23. am Ende 3,23 Minuten auf Nino Schurter (1.24,30), der damit als erster Biker alle Rennen in einer Saison für sich entscheiden konnte. Manuel Fumic aber bleibt jetzt nur noch eine Chance: die WM in Australien Anfang September.

Pfäffle hat Probleme mit Hitze

Der Neuffener Christian Pfäffle hatte als 47. ebenfalls Pech. Rund 100 Meter nach dem Start gab es einen Sturz, und Pfäffle musste voll abbremsen. Als 73. kam er aus der Startrunde. Danach machte er viele Positionen gut, bis auch ihm die Kette einmal runter fiel. „So richtig vorwärts ging es dann nicht mehr. Das Gefühl war nicht super gut, ich hatte ein wenig Probleme mit der Hitze“, bekannte Pfäffle, der am Ende als 47. mit über sechs Minuten Rückstand auf Schurter nicht minder enttäuscht war als Manuel Fumic.

Sein Teamkollege vom MTB Teck, Luca Schwarzbauer, war vier Stunden zuvor im U23-Rennen als 33. über die Ziellinie gerollt. Der Start sei noch „in Ordnung“ gewesen, doch in der zweiten Runde habe er „leiden“ müssen. Dann aber fuhr der Reuderner mit zwei Schweizern ein solides Rennen und ließ die beiden am Schluss auch hinter sich. „Es freut mich, dass ich konstant durchfahren konnte. Es ging mir nicht so gut wie in Muttenz, aber auch nicht schlecht.“ Selbstkritisch meinte Schwarzbauer aber noch, dass er seine Vorbereitung während der Woche nicht optimal gestaltet habe.Erhard Goller