Lokalsport

Hamburg-Trip wird mit Gold belohnt

Leichtathletik Der Nellinger Niklas Meier von der LG Filder ist neuer Deutscher Hallenmeister im Siebenkampf der U18.

Auf dem Weg zum Titel: Niklas Meier aus Nellingen. Foto: Görlitz
Auf dem Weg zum Titel: Niklas Meier aus Nellingen. Foto: Görlitz

Hamburg. Niklas Meier gehörte zwar zum engeren Favoritenkreis, trotzdem war der Titelgewinn überraschend. Zumal die Entscheidung erst im letzten Wettbewerb fiel. Nach dem siebten DM-Platz im vergangenen Jahr ging der 17-jährige Nellinger selbstbewusst in den Wettkampf.

Meier kam als Viertbester über 60 Meter (7,52 Sekunden) gut in den Wettkampf, legte mit 6,50 Metern im Weitsprung eine persönliche Bestleistung nach - die zweitbeste Weite in dem zwölf Teilnehmer starken Feld. Auch im Kugelstoßen blieb Meier mit 12,99 Metern nur 26 Zentimeter unter seiner Bestmarke, verlor aber hier als Sechster Punkte gegenüber der Spitze. So war es auch im Stabhochsprung, obwohl er mit 3,80 Meter eine ordentliche Höhe erzielte. Nach vier Disziplinen beendete Meier den ersten Tag mit 2 630 Punkten als Dritter hinter Lennart Zimmermann (SV Halle/2 691) und Felix Bornhofen (ASC Darmstadt /2 659).

Der zweite Wettkampftag begann für Meier mit 8,46 Sekunden über 60 Meter Hürden. Damit schob sich der Nellinger bis auf zwölf Punkte an den Führenden Zimmermann heran. 1,83 Meter im Hochsprung reichten dann, um an dem Haller vorbeizuziehen. Doch Bornhofen überquerte 1,86  Meter und übernahm die Gesamtführung, gerade Mal zwei Punkte vor Niklas Meier. Dies bedeutete für den Filderathleten, im abschließenden 1 000-Meter-Lauf vor Bornhofen ins Ziel zu kommen, aber Zimmermann nicht ziehen zu lassen. Dies sollte für Meier dann die größere Herausforderung werden, nachdem Bornhofen abreißen lassen musste. Mit einer Energieleistung blieb Meier an Zimmermann dran, was ihn zu einer neuen persönlichen Bestzeit von 2.49,92 Minuten trieb. Damit war der Gesamtsieg mit ausgezeichneten 4 918 Punkten vor Zimmermann (4 864) und Bornhofen (4 840) perfekt.

Die Köngenerin Jana Schubert (LG Filder) belegte bei den Frauen den achten Platz. Für die 23-Jährige wäre mehr drin gewesen, wenn sie das hohe Niveau ihrer ersten beiden Disziplinen hätte halten können. Nach 9,09 Sekunden über 60 Meter Hürden und einer persönlichen Bestleistung im Hochsprung mit 1,69 Meter hatte Schubert vorübergehend auf Rang zwei gelegen. Doch 9,73 Meter im Kugelstoßen warfen sie im Gesamtklassement auf den achten Platz zurück. Mit 5,46 Meter im Weitsprung rückte die Köngenerin wieder auf Platz sechs vor. Im abschließenden 800-Meter-Lauf erzielte sie in 2.35,50 Minuten nur die elftschnellste Zeit, sodass am Ende Rang acht mit 3 559 Punkten zu Buche standen. Es siegte die ehemalige LG Teck-Athletin Mareike Arndt (Bayer Leverkusen) mit 4 210 Punkten vor Sophie Hamann (TuS Metzingen/4 066).mm

Anzeige