Lokalsport

Hamburger als Appetitmacher für heiße Phase

Basketball Knights erwarten mit den ­Towers aus der Hansestadt morgen einen vor der Saison hoch gewetteten Gegner, der als Tabellenneunter um den Anschluss kämpft.

Greedy fat man holding a huge hamburger and looking at it with desire with his mouth opened.
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Klammheimlich und unerwartet stehen Kirchheims Korbjäger seit Wochen an der Tabellenspitze. Immer wieder findet die Truppe um Kapitän Andreas Kronhardt Mittel und Wege, um Spiele für sich zu entscheiden. Ob es ein hoher Rückstand in Paderborn oder eine leichtfertig verspielte Führung zwei Tage später gegen Chemnitz ist: in acht von neun Spielen verließen die Ritter den Platz als Sieger.

„Diese Serie gibt uns natürlich viel Selbstvertrauen. Es spielt sich leichter, wenn man im Hinterkopf hat, dass man bereits einige brenzlige Situationen überstanden hat und weiß, dass man immer wieder zurückkommen kann“, sagt Trainer Michael Mai.

Durch den erfolgreichsten Saisonstart in der Knights-Geschichte haben sich die Korbjäger ein kleines Polster zu den Verfolgern erarbeitet. Mit 16 Punkten liegen die Teckstädter bereits acht Zähler vor dem morgigen Gegner aus Hamburg, der als Neunter den ersten Platz außerhalb der Playoff-Ränge belegt.

Dennoch weiß man auch bei den Schwaben, wie schnell dieser Vorsprung aufgebraucht sein kann. Insbesondere, wenn man das anstehende Programm der Ritter genauer betrachtet. Nach Hamburg folgen mit Heidelberg, Baunach und Trier weitere Liga-Schwergewichte. Gefolgt vom MBC, Hanau und Crailsheim – allesamt Mannschaften mit Playoff-Ambitionen.

Zum Auftakt dieser heißen Phase gastieren morgen die Hamburg Towers ab 19.30 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte. Diese galten vor der Saison als heißer Playoff-Kandidat, nicht wenige Fachleute sahen die Hanseaten gar als Aufstiegsaspiranten. Verletzungen und unglückliche Niederlagen haben den Schwung allerdings gebremst. Rechtzeitig vor der wichtigen Partie in Kirchheim scheinen die Towers jedoch auf dem Weg der Besserung. Am Doppelspieltag gab es einen Sieg gegen Gotha und eine knappe Niederlage gegen Crailsheim.

Wiedersehen mit Enosch Wolf

Unter den Körben dominieren auf Hamburger Seite mit Enosch Wolf und Justin Raffington zwei bekannte Gesichter. Während Wolf bereits im Rittertrikot auflief, bekamen die Ritter vergangenen April die Klasse von Raffington in der ersten Play-off-Runde zu spüren. Bei der 0:3-Niederlage gegen Trier spielte Raffington im Trikot der Gladiators groß auf.

Angeführt wird die Hamburger Mannschaft von Anthony Canty. Der junge Point-Guard sorgt mit 14,9 Punkten pro Partie für viel Gefahr in der Offensive. Seine Bewegungskreise einzuschränken, wird die Aufgabe von Kirchheims Carrington Love sein.

„Hamburg ist eine gefährliche Mannschaft. Sie spielen eine gute, aggressive Verteidigung und es ist schwer gegen sie zu punkten. Auch in der Offensive sind sie schwer ausrechenbar. Das Rebound-Duell wird ganz entscheidend sein“, so Mai. Für einen seiner Spieler kommt es dabei zum Wiedersehen mit einigen Mannschaftskameraden der Vorsaison. US-Forward Jonathon Williams (Artikel unten) trug in der vergangenen Saison das Trikot der Towers und wechselte kurz vor Saisonstart zu den Rittern.cs

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